Auto

Gedankenspiele: Neues Steuersystem für die Flugbranche

Nicht nur die Autobauer sind ins Visier der Klimaaktivisten geraten. Auch die Fortbewegung in der Luft steht am Pranger. Um der aktuellen Umwelt-Diskussion gerecht zu werden, müsste das Steuersystem der Flugbranche umgebaut werden. Derartige Überlegungen gibt es inzwischen sogar innerhalb der Flugzeug-Industrie.

"Die Abgaben müssen, anders als heute, umweltschädliches Verhalten stärker belasten als umweltfreundliches", sagt beispielsweise Easyjet-Chef Johan Lundgren im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. "Ein Ansatz wäre eine Abgabe nicht auf Tickets pro Person, sondern auf den Kerosinverbrauch und Flugzeugbewegungen. Dann gibt es weniger Flüge, aber auf denen verkehren dann größere, gut ausgelastete Maschinen", so der Chef von Europas zweitgrößtem Billigflieger nach Ryanair.

Das Geld solle allerdings nicht länger in die öffentlichen Haushalte fließen, so Johan Lundgren weiter. "Diese Mittel müssen neue umweltfreundliche Technologien fördern." Dafür würde der Easyjet-Chef auch höhere Steuern und Abgaben hinnehmen. Er sei kein Fan davon, betont Lundgren. Aber wenn man nur dadurch ausreichend finanzielle Mittel für Innovationen sammeln könne, akzeptiere er das.