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GM drückt aufs Strompedal

Archivartikel

Gekleckert wird ganz offensichtlich nicht beim Branchen-Riesen General Motors. Die neue Elektro-Strategie der US-Amerikaner ist jedenfalls erkennbar auf Masse ausgelegt - und auf Ertrag. So sollen bis zur Mitte der 2020er Jahre eine Million vollelektrische Chevrolet, Cadillac, GMC und Buick unterwegs sein und von Anfang an Geld in die GM-Kassen bringen.

Wichtigster Baustein dieses ehrgeizigen Programms: eine Mehrmarken- und Multi-Segment-Strategie mit Skaleneffekten, die auf ein modulares Antriebssystem und eine flexible globale Plattform für E-Fahrzeuge setzt. Betrieben werden die mit firmeneigenen Ultium-Batterien. Damit sollen laut GM-Chairman und CEO Mary Barra alle Kundenwünsche abgedeckt werden, von bezahlbarer Mobilität über Premiumprodukte bis hin zu Nutzfahrzeugen oder sportlichen High-Performance-Modellen.

Die Ultium-Akkus bestehen aus groß dimensionierten Pouch-Zellen, die sich vertikal oder horizontal im Akku-Paket stapeln lassen. Das ermöglicht eine hohe Flexibilität bei der Kapazität, die laut GM von 50 bis 200 kWh reichen soll. Damit ließen sich nach Schätzungen der Amerikaner Reichweiten von bis zu 640 Kilometern und mehr realisieren. Einsetzbar sollen die Kraftspender in Kombination mit Vorderrad-, Hinterrad-, Allrad- sowie Hochleistungs-Allrad-Antrieb sein. Für den Pkw-Bereich strebt GM 400-V-Pakete mit 200-kW-Schnellladefähigkeit an, für die Truck-Plattform 800-V-Akkus und 350 kW.

Ende 2020 soll mit dem neuen Chevrolet Bolt EV das erste Modell der neuen E-Initiative auf den US-Markt kommen. Die übrigen GM-Marken sollen spätestens 2021 liefern, so die Planung.