Auto

Gute Noten für Ganzjahresreifen

Allwetterreifen haben nicht den besten Ruf. Profi-Piloten halten wenig von den Ganzjahres-Gummis und plädieren für den Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen. Die GTÜ hat gemeinsam mit dem ACE Auto Club Europa und dem österreichischen ARBÖ acht Allwetterreifen der Dimension 205/60 R16 einem Härtetest unterzogen.

Das Ergebnis: Bis auf einen Kandidaten sind alle getesteten Ganzjahrespneus durchaus eine Alternative zu Winterreifen. Die GTÜ hat die Allwetterreifen im Winter auf Eis und Schnee im grimmig kalten Norden Finnlands und im Sommer auf nasser und trockener Fahrbahn im warmen Österreich ausgiebig getestet. Acht handelsübliche Pneus, passend für diverse Hochdachkombis, Kompakt- und Mittelklasse-Pkw, wie Audi A4, BMW 3er, Hyundai i40, Mercedes C-Klasse oder VW Sharan mussten ihr Können beim Bremsen auf Schnee und beim Handling auf trockener wie nasser Fahrbahn unter Beweis stellen.

Als klarer Testsieger mit der Note "sehr empfehlenswert" ging der Continental AllSeasonContact (464 Euro für vier Reifen) durchs Ziel. Dicht gefolgt von den Mitbewerbern Fulda Multicontrol (420 Euro), Goodyear Vector 4Seasons G2 (464 Euro), Nokian Weatherproof (424 Euro), Hankook Kinergy 4S 2 (416 Euro), Michelin Crossclimate+ (500 Euro), Bridgestone Weather Control (468 Euro) - alle mit dem GTÜ-Testurteil "empfehlenswert". Lediglich beim Nexen Nblue 4Season (344 Euro) lautet das Urteil nur "bedingt empfehlenswert", denn er kann in keiner Testkategorie überzeugen.

Eine sichere Kombination aus Winter- und Sommerreifen ist der Continental Allseason. Er schafft den Spagat zwischen den unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen der vier Jahreszeiten am besten, auch wenn er bei der Traktion auf Schnee etwas schwächelt. Sein Fahr- und Bremsverhalten dagegen ist auf dem Niveau der beiden als Referenz getesteten reinen Sommer- und Winterreifen.