Auto

In diesen Städten spielt das Auto eine Hauptrolle

Ohne Auto geht es nicht. Vor allem im Ruhrgebiet spielt das Vehikel mit den vier Rädern eine größere Rolle als in allen anderen deutschen Ballungsräumen. Egal, ob im Berufs- oder Freizeitverkehr - die Menschen nutzen in Duisburg, Dortmund und Essen das Auto deutlich stärker als in den anderen deutschen Großstädten.

Das geht aus der Mobilitätsstudie "Mythos Mobilitätswende - die Disruption steht noch bevor" der Marktforschung der Motor Presse Stuttgart und des Beratungsunternehmen MHP hervor, aus der die Zeitschrift auto motor und sport aktuell berichtet. Die Stuttgarter Forscher befragten dazu im Februar - also noch vor der Corona-Krise - insgesamt 3.000 Einwohner der 15 größten Städte Deutschlands.

Das Auto und der ÖPNV sind zwar mit Abstand die meistgenutzten Fortbewegungsmittel in Großstädten, aber mit starken Unterschieden. Wie stark das Auto zum Pendeln, Einkaufen oder in der Freizeit genutzt wird, hängt dabei besonders vom ÖPNV-Angebot und den Entfernungen ab. Allerdings wird das Angebot in den Großstädten stark unterschiedlich bewertet, die Städte im Ruhrgebiet schneiden dabei am schlechtesten ab.

So stufen nur 33 Prozent der Befragten in Duisburg die ÖPNV-Anbindung ihres Wohnortes als sehr gut ein, in Dortmund und Essen sind es 52 Prozent. Damit bilden die drei Städte das Schlusslicht der 15 größten Städte in Deutschland. In Dresden bezeichnen dagegen 77 Prozent die Anbindung durch den ÖPNV als sehr gut, und 74 Prozent sind es in Hannover.

Diese Bewertung schlägt sich entsprechend in der Autonutzung wieder. So nutzen 45 Prozent der Duisburger für ihre häufigste Strecke in der Freizeit ausschließlich das Auto, in Dresden sind es nur 21 Prozent. Dagegen nutzen für diese Strecke Duisburger in 6,0 Prozent der Fälle den ÖPNV, in Dresden sind es jedoch 18 Prozent sowie in Berlin als Spitzenreiter sogar 22 Prozent.