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Junge Autofahrer suchen Werkstatt im Netz

Archivartikel

Will eine Werkstatt junge Kunden gewinnen, sollte sie sich im Internet zeigen. Die Kfz-Überwachungsorganisation KÜS hat festgestellt, dass vor allem junge Autofahrer im Netz Werkstätten miteinander vergleichen und auf Bewertungen achten. Gleichwohl gilt: Die ersten Ansprechpartner bei Fragen zu Service, Reparatur und Wartung bleiben die Werkstätten vor Ort.

40 Prozent der Autofahrer fragen bei der freien Werkstatt an, 31 Prozent wenden sich an die Vertragswerkstatt. Allerdings sind es hier besonders die älteren Fahrzeugnutzer, die sich an die Werkstätten wenden. 13 Prozent fragen im Bekanntenkreis nach und nur elf Prozent bemühen das Internet. Wobei hier eine Altersverschiebung festzustellen ist, denn besonders junge Pkw-Fahrer nutzen verstärkt das Netz und vertrauen auf die Ratschläge von Freunden und Familie.

Und worüber wird sich nun im Internet informiert? Hauptsächlich Reifen (66 Prozent), Autoteile (48 Prozent) und Zubehör (40 Prozent), sagt KÜS. Dabei werde das Netz vor allem aus Preisfindungsgründen genutzt: 64 Prozent wollen Preise vergleichen und 58 Prozent den günstigsten Preis finden. Bei der Suche nach einer guten Werkstatt wird weitaus mehr auf Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis gehört (75 Prozent), als im Netz zu suchen (25 Prozent). Dennoch wird Bewertungen im Netz vertraut, sodass Werkstätten sich aktiv um ihre Netz-Reputation kümmern sollten, meinen die Experten. Auch hier sei es besonders die jüngere Generation, die sich von Online-Rezensionen beeinflussen lasse.

Manches wird direkt online gekauft: Bereits 28 Prozent der Befragten haben Reifen im Netz bestellt. 26 Prozent haben schon mal Verschleißteile und Autoteile für einfache Reparaturen geordert. 49 Prozent haben allerdings bisher noch nichts im Internet bestellt. Die Bereitschaft, online Teile zu kaufen, ist bei jüngeren Fahrern deutlich höher.