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Kfz-Gewerbe: Service-Umsätze sinken

Die Umsätze sind gewachsen, die Rendite stagniert auf niedrigem Niveau. Anders ausgedrückt: Den Autohäusern in Deutschland geht es nicht gerade berauschend gut. 186 Milliarden setzten sie 2019 um, das sind etwa vier Prozent mehr als im Vorjahr. Hängen geblieben sind davon aber nur magere 1,3 Prozent. So bilanzierte jetzt Jürgen Karpinski, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Die Gründe sind vielfältig. Karpinski: "Die Anforderungen der Hersteller und Importeure an die Autohäuser steigen nicht zuletzt aufgrund der Transformation hin zur Elektromobilität." Druck auf gab es außerdem wegen sinkender Serviceumsätze und einem leichten Rückgang bei den privaten Neuzulassungen. Der Umsatz im Neuwagenhandel mit Pkw stieg um 10,5 Prozent auf rund 73,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund dafür ist in erster Linie der um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf durchschnittlich 33.580 Euro gewachsene Neuwagenpreis.

Deutliche Einbußen waren 2019 laut ZDK bei den Wartungs- und Reparaturaufträgen zu verzeichnen. Dort sank der Umsatz um knapp elf Prozent auf rund 30 Milliarden Euro. Gründe sind die seit Jahren rückläufige Reparaturhäufigkeit und eine niedrigere Wartungshäufigkeit. "Außerdem ist die durchschnittliche Schadensumme bei den in 2019 angefallenen Unfallschäden laut dem DAT-Report 2020 gegenüber dem Jahr 2018 deutlich gesunken", so Karpinski.