Auto

Liqui Moly wächst in der Krise

Archivartikel

Die Corona-Krise setzt der Wirtschaft weltweit enorm zu. Einige Unternehmen sind schon jetzt von der Insolvenz bedroht. Doch es gibt auch kleine Erfolgsgeschichten. Liqui Moly beispielsweise steigerte den Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2020 um immerhin 2,9 Prozent im Vergleich zu 2019.

"Unsere offensiven Maßnahmen in dieser Ausnahmezeit fruchten. Wir schreiben weiterhin schwarze Zahlen", sagt Ernst Prost, der Geschäftsführer des Unternehmens. Liqui Moly gilt in der Branche als Spezialist für Motoröle, Additive, Autopflege und Werkstattkonzepte.

Die Strategie zur erfolgreichen Krisenbewältigung: Außer Plan wurden zusätzliche 18 Millionen Euro in klassische Werbemaßnahmen investiert und 4 Millionen Euro an Rettungs- und mobile Pflegedienste in Form von Produkten gespendet. So wurde die Produktion weiter ausgelastet, und es wurden sogar noch 36 neue Mitarbeiter eingestellt. Prost: "Staatliche Maßnahmen, wie Kurzarbeitergeld waren nie ein Thema." Ganz im Gegenteil: Zu Beginn der Krise erhielten die Beschäftigten eine Sonderzahlung in Höhe von 1.500 Euro.

In Deutschland verzeichnete Liqui Moly nach eigenen Angaben ein Umsatzplus von 5 Prozent. Im internationalen Markt liegt das Wachstum bei mehr als einem Prozent. In 150 Länder vertreibt das Unternehmen seine Waren. Einige davon, so zum Beispiel Russland und China, wurden besonders hart von der Krise getroffen, was auch Liqui Moly spürt. "Wir sind mit unserem Sortiment auch im internationalen Abnehmermarkt breit aufgestellt, was uns als Unternehmen widerstandsfähig macht", erklärt Günter Hiermaier, zweiter Geschäftsführer bei Liqui Moly.

Die Monate Juli und August haben besondere Bedeutung, wie Ernst Prost sagt. Denn 2019 waren das Rekordmonate für das Unternehmen. Jeweils knapp 60 Millionen Euro wurden vor einem Jahr umgesetzt. Ernst Prost ist jedoch sicher, diese Marken erreichen oder gar übertreffen zu können: "Wir sind gut positioniert, um unserer Konkurrenz weiter das Wasser abzugraben."