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Maserati Multi 70: Rennyacht aerodynamisch wie ein Sportwagen

Aerodynamische Kenntnisse und virtuelle Analysewerkzeuge, die üblicherweise bei der Entwicklung von Automobilen zum Einsatz kommen, hat Sportwagenhersteller Maserati auf eine Rennyacht übertragen. Im Mittelpunkt stehen dabei der Trimaran Maserati Multi 70, das Maserati Innovation Lab in Modena sowie Profiskipper Giovanni Soldini. Nun werden die Ergebnisse der dazugehörigen Studie vorgestellt.

Im Vorfeld analysierten Ingenieure die Daten der letzten Rennen, um die wichtigsten Bewegungsparameter zu ermitteln. Sie untersuchten zudem die aktuellen Konfigurationen, um mögliche Verbesserungspotenziale mithilfe von CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics) identifizieren zu können. So soll es möglich werden, das Verhalten der komplexen Strömungen rund um den Trimaran vorherzusagen. Virtuelle Werkzeuge wurden auch verwendet, um verschiedene Rumpfkonfigurationen zu testen, die einerseits den Luftwiderstand des Boots verringern und andererseits die Effizienz seiner Segel erhöhen sollen.

Das Ergebnis dieser Untersuchungen ist die Verringerung des aerodynamischen Penetrationskoeffizienten (Cx) der gesamten Yacht um etwa fünf Prozent. Durch die Verbesserung der Strömung um das Boot können die Segel effizienter arbeiten, was die Antriebskraft um vier Prozent erhöht. Mit diesen Ergebnissen kann die Geschwindigkeit der Yacht nun unter idealen Bedingungen 43 Knoten überschreiten.

Im Jahr 2020 geht es von Januar bis Oktober auf große Segelturns: Zum Programm gehören unter anderem Rekordversuche in der Karibik, vor den Bermudas, im Ärmelkanal und beim Rolex Middle Sea Race.