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Maßnahmen zur Sicherheit im Verkehr

Archivartikel

Hohe Geschwindigkeit, Alkohol, Ablenkung - die Gründe für schwere Unfälle sind vielfältig. Nun hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) Verkehrsexperten zu einem Symposium rund um die Sicherheit auf den Straßen geladen. Es müsse in den nächsten Jahren darum gehen, alle Potenziale auszuschöpfen, die im Sinne der Sicherheitsstrategie "Vision Zero" dazu beitragen, die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen, sagt der DVR.

Für ein Tempolimit plädiert Prof. Dr. Bernhard Schlag von der Technischen Universität Dresden: Zunächst seien Unfälle mit verringerter Geschwindigkeit weniger schwer, sagt Schlag. Außerdem würde ein Limit zu gleichmäßigen Geschwindigkeiten und damit homogenem Verkehrsfluss führen - und damit auch zu weniger Staus. Zudem könnten Fahrfehler bei geringem Tempo besser kompensiert werden als etwa bei Tempo 180.

Unterdessen steigt die Häufigkeit von Unfällen unter Drogeneinfluss, sagt Dr. Simone Klipp von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Die Verhinderung von Alkoholunfällen stelle aber immer noch eine größere Herausforderung dar. Deutschland verfüge aber über ein umfassendes Maßnahmensystem zur Prävention von Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Zudem hätten sich Maßnahmen zur Verhinderung der Wieder-Auffälligkeit von Personen, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen gefahren sind, bewährt.

Zum Erreichen der "Vision Zero", also dem Ziel der "null Unfälle", stellt der DVR zehn Forderungen. Darunter Verstärkung der Verkehrsüberwachung, Anpassung der Höchstgeschwindigkeit, Verbesserung der Infrastruktur und eine Erhöhung der Automatisierung durch Assistenzsysteme.