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Mercedes enthüllt rekonstruierten SSKL von 1932

Archivartikel

Er ist eine fahrende Legende: der Avus-Rennwagen SSKL aus dem Jahr 1932. Mercedes-Benz hat den historischen Boliden rekonstruiert. Nun folgt die Enthüllung. Zum Jubiläum "125 Jahre Motorsport" schicken Mercedes-Benz Classic und Mercedes-AMG den Avus neben anderen Stern-Juwelen zum Goodwood Festival of Speed.

Stromlinienförmig wölbt sich die vom Aerodynamikpionier Reinhard von Koenig-Fachsenfeld (1899 bis 1992) entworfene Karosserie über das Fahrgestell des leistungsstarken Mercedes-Benz SSKL Kompressor-Rennwagens. Seine Konzeption macht dieses Einzelstück zum technologischen Bindeglied zwischen den mächtigen "Weißen Elefanten" der Mercedes-Benz S-Reihe (W 06) der späten 1920er-Jahre und der 1934 beginnenden Epoche der Mercedes-Benz Silberpfeile. Schon beim Avus-Rennen 1932 prägt ein Radioreporter die Bezeichnung "silberner Pfeil" für den strömungsgünstig verkleideten Mercedes-Benz SSKL.

Am 22. Mai 1932 gewann Manfred von Brauchitsch das Avus-Rennen in Berlin im Mercedes-Benz SSKL mit Stromlinienkarosserie. Dabei stellt er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 194,4 km/h über eine Distanz von 200 Kilometern einen Klassenweltrekord auf.

Beim Goodwood Festival of Speed feiert der von Mercedes-Benz Classic mit neu aufgebaute SSKL nun also Weltpremiere und ist damit ein Glanzpunkt dieser international hochrangigen Veranstaltung der sportlichen Mobilitätskultur. Mit "hoher historischer Authentizität" seien die Konstrukteure zu Werke gegangen, versichert der Hersteller. Man darf gespannt sein.