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mid-Nachruf: Ralf Schütze - Benzin im Blut

Archivartikel

Ralf Schütze, Vollblutjournalist und TV-Produzent mit Charme und Niveau, ist tot. Er starb völlig überraschend und im Alter von nur 55 Jahren. Egal, ob im Auto oder auf dem Motorrad: Ralf Schütze war immer und überall im Einsatz, auch für den Motor-Informations-Dienst (mid).

Ralf Schütze war immer geradeaus, er ließ sich nie verbiegen. Ralf machte sein Ding. Seine Freunde hat er sich immer selbst ausgesucht, und seine natürliche Autorität verschaffte ihm jederzeit den gebotenen Respekt. Schon als junger Mann hatte Ralf Benzin im Blut. In München verpassten sie ihm den Spitznamen "Monaco Franze". Seine Leidenschaft waren Motorräder.

Bereits 1983 nach seinem Master-Studium der Politischen Wissenschaften, Kommunikationswissenschaften und Amerikanistik an der LMU München hatte Ralf Schütze Hospitanzen bei Tageszeitungen, Radiosendern und Fachzeitschriften. Als Autor schrieb er unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), die Welt am Sonntag, Autobild, FHM, Playboy und die ADAC Motorwelt.

Bis 2006 war er Chefredakteur der MotorVision Film- und Fernsehproduktion (2001 bis 2004 gleichzeitig auch noch Geschäftsführer), von 2006 bis 2009 dann Executive Producer. Er zeichnete für diverse TV-Reportagen verantwortlich.

Als Jutta Bernhard 2015 die Global Press Nachrichten-Agentur und Informationsdienste GmbH übernahm, hat Ralf Schütze nicht lange überlegt und ist zum Team gestoßen. Er hat maßgeblich mit dazu beigetragen, den Motor-Informations-Dienst (mid) in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Ralf hat an die Sache geglaubt und war stolz darauf, einer der mid-Korrespondenten zu sein.

Die Welt der Motoren ist ärmer ohne ihn. Er hinterlässt eine große Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird, vor allem als Mensch. Denn Mensch geblieben ist Ralf bis zum Schluss. Servus "Monaco Franze".

Jutta Bernhard / mid