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Paukenschlag: Luca de Meo nicht mehr Seat-Chef

Für Autobauer Seat beginnt das Jahr 2020 mit einem Paukenschlag. Denn Luca de Meo, seit 2015 CEO von Seat, verlässt die VW-Tochter auf eigenen Wunsch. Er soll bis auf Weiteres Mitglied des Konzerns bleiben, heißt es in einer Mitteilung. Der 52-Jährige wird laut der Fachzeitschrift "Horizont" mit Renault in Verbindung gebracht. Dort hatte er einst seine Karriere gestartet.

Luca de Meo arbeitet seit 2009 für den Volkswagen-Konzern. Zunächst war er Marketingleiter für die Marke VW, später auch für die gesamte Gruppe. 2012 stieg er zum Marketing-Vorstand von Audi auf, 2015 folgte er dann Jürgen Stackmann auf dem Seat-Chefsessel.

Der Italiener hat Seat auf die Erfolgsspur geführt. Mit Cupra hat der Topmanager eine eigene Sportwagen-Marke geschaffen, die ausgebaut werden soll. Im August 2019 hatte die Marke daher eigens eine Partnerschaft mit dem weltberühmten Fußball-Klub FC Barcelona geschlossen, um die Globalisierung voranzutreiben und um mit dem Verein eigene Mobilitätskonzepte zu entwickeln.

Carsten Isensee, Seat-Vorstand für Finanzen, übernimmt bis auf Weiteres die Aufgabe als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Seine Funktion als Vorstand für Finanzen behalte er inne, so der Autobauer. Die personelle Veränderung innerhalb des Vorstands sei ab dem 7. Januar 2020 wirksam, heißt es.