Auto

Rolls-Royce luxuriös bis aufs i-Tüpfelchen

"Bespoke" - "Maßfertigung" heißt das Zauberwort bei Rolls-Royce. Die luxuriöse britsche BMW-Tochter setzt der Fantasie ihrer Kunden kaum Grenzen - zum Beispiel bei der Gestaltung von Ornamenten. Die Nachfrage nach den Diensten der Maß-Designer sei stetig gestiegen und Rolls-Royce Bespoke-Anfragen hätten heute ein beispielloses neues Niveau erreicht, teilt der Hersteller mit.

"Unsere Maß-Designer übersetzen meisterhaft weltweite Geschmacksmuster in Kunstwerke und gehen dabei über die automobilen Konventionen hinaus, um die Möglichkeiten des Luxushandwerks neu zu definieren", sagt Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös. Beispielsweise gebe es gerade drei sehr unterschiedliche Versionen des Phantoms, die jeweils die außergewöhnliche Breite der Personalisierung nach Maß veranschaulichen.

"Die Verwirklichung dieser drei Phantome hat mehrere Jahre gedauert und ist ein echter Ausdruck der außergewöhnlichen Fähigkeit unseres Teams", berichtet John Beckley, Leiter von "Rolls-Royce Bespoke". Beim Betrachten der Bilder kann man sich das gut vorstellen.

So gibt es etwa den Phantom "Horology": Hierfür reiste ein Designer aus dem Hause Rolls-Royce nach La Chaux-de-Fonds in der Schweiz, um sich mit Uhrmachermeistern zu treffen, um die Komplexität und die exotischen Uhrwerke zeitgenössischer Zeitmesser zu verstehen. Diese kostbaren und seltenen Gegenstände befinden sich häufig in den Sammlungen der Rolls-Royce-Kunden und faszinieren und verführen als solche die Abteilung für Maßanfertigungen der Marke.

Das Horology Phantom ist mit Elementen versehen, die an feine Zeitmesser erinnern. Gold- und Silbertöne, die gegen den unteren Gunmetal- und den oberen schwarzen zweifarbigen Außenlack angesetzt sind, weisen auf das ganzheitliche Thema dieses Autos hin. Eine gold- und silberfarbene, handbemalte Zwillings-Karosserielinie ist von einer aufwendigen Uhr inspiriert, während der Spirit of Ecstasy, die Figur, die seit über einem Jahrhundert die Motorhauben von Rolls-Royce-Autos ziert, mit 24 Karat Gold überzogen ist.

Aufsehenerregenden ist auch ein Phantom für den Arabischen Golf: Das Design nimmt Bezug auf die farbenprächtigen und historischen Darstellungen des Perlentauchens im Nahen Osten. Der Türkis-Farbton im Außenbereich erinnert an die lebhaften Gewässer der Region, während der obere Zweifarbton in andalusischem Weiß die Reinheit natürlicher Perlen widerspiegelt und auf die innere Geschichte anspielt. Eine Linie in arktischem Weiß führt ein handbemaltes Nautilus-Muschelmotiv ein, das künstlerisch in den Stoff des Interieurs des Autos eingebettet ist.

Beim Öffnen der Wagentüren zeigt die Galerie auffällig ein Gefühl der Bewegung, das von schwellenden Ozeanen inspiriert ist. Das Kunstwerk, eine Zusammenarbeit zwischen Rolls-Royce und der britischen Künstlerin Helen Amy Murray, verkörpert die Essenz des Automobils.