Auto

So rücksichtslos sind E-Roller-Fahrer

Elektrische Tretroller sind cool, wendig und vor allem bei jungen Menschen schwer angesagt. Doch bei aller Euphorie wird auch die Kritik immer lauter. Schuld daran sind rücksichtslose E-Scooter-Fahrer, die das neue Verkehrsmittel in ein schlechtes Licht rücken.

So berichtet die Polizei von Unfällen durch Fahrten zu zweit auf einem gemieteten Roller und unter Alkoholeinfluss. Aber auch durch Vandalismus kommen die Elektrokleinstfahrzeuge in die Negativ-Schlagzeilen, etwa wenn sie in Flüsse und Seen geworfen werden. Der Automobilclub Verkehr (ACV) ruft deshalb zu verantwortungsvollem Verhalten auf.

Der ACV stellt fest: Die unnötige lange Vorbereitungszeit wurde von den Kommunen wie auch den Anbietern nicht ausreichend genutzt, um die erwartbaren Probleme zu minimieren. Noch bevor die Verkehrsteilnehmer genug Zeit hatten, sich an die E-Roller zu gewöhnen, kippt jetzt die öffentliche Grundhaltung. Der ACV bedauert diesenTrend. Denn die E-Roller eröffnen in mehrfacher Hinsicht neue Möglichkeiten der individuellen Mobilität.

Dies gilt laut der Experten für Touristen auf Entdeckungstour, aber auch allgemein für Kurzstrecken zwischen Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. Ein positiver Faktor sei schließlich auch die Freude am spontanen Fahrgefühl, das die Roller vermitteln, heißt es.

Der ACV setzt sich deshalb für mehr Flexibilität und Geduld in Sachen E-Roller ein und fordert zugleich zu maximaler Rücksichtnahme bei der Nutzung dieser neuen Fahrzeuge auf. Sprecher Gerrit Reichel: "Die große Mehrheit fährt rücksichtsvoll. Die Rowdies unter den Nutzern muss die Polizei konsequent in die Schranken weisen."

Das klingt ja ganz nett. Aber mal ehrlich: Das Auge des Gesetzes kann nicht überall wachen. Gegenseitige Toleranz wäre wohl die beste Lösung, um aufkommende Konflikte schon im Keim zu ersticken. Doch daran mangelt es im Straßenverkehr leider nicht nur E-Scooter-Fahrern.