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So steht es um die Elektromobilität in den Autohäusern

Deutschlands Autohäuser sehen sich auf eine steigende Nachfrage nach Elektroautos gut vorbereitet. Der Haken an der Sache: Der erhoffte Ansturm ist bislang ausgeblieben. Doch woran liegt das?

Bedenken haben potenzielle Autokäufer bei Elektrofahrzeugen nach wie vor hinsichtlich Anschaffungskosten, Reichweite und Ladeinfrastruktur. Das sind zentrale Ergebnisse der eMobility-Autohausstudie 2020 von TÜV Rheinland. "Elektromobilität ist im Autohaus angekommen. Die meisten Autohäuser haben viel in Schulungen und technische Ausstattung investiert, um sich auf Elektromobilität vorzubereiten", sagt Dr. Matthias Schubert, Vize-Präsident Mobilität bei TÜV Rheinland. Allerdings sollten die Autohäuser ihre Beratungskompetenz bei Elektromobilität noch deutlicher machen, sagt der Experte. Für die Studie befragte TÜV Rheinland deutschlandweit 150 Autohäuser.

Befragt nach ihrer persönlichen Einstellung zur Elektromobilität, sehen insgesamt 41 Prozent Elektromobilität positiv, während 37 Prozent sich hierzu neutral positionieren. 22 Prozent stehen der Elektromobilität eher ablehnend gegenüber. Insbesondere Verkäuferr sehen die Elektromobilität positiv (53 Prozent), während lediglich 28 Prozent der Geschäftsleitungen hierzu positiv eingestellt sind. Dass sich Elektromobilität schnell durchsetzen wird, erwarten nur 25 Prozent der befragten Autohäuser, 43 Prozent rechnen mit einer langsameren Entwicklung.

65 Prozent aller befragen Autohäuser geben an, "sehr gut" oder "gut" vorbereitet zu sein, nur 6,0 Prozent sind nach eigenen Angaben wenig oder gar nicht vorbereitet. Die wichtigsten Faktoren, um sich auf Elektromobilität vorzubereiten, sind nach Einschätzung der Händler Schulungen, Investitionen in die Ladeinfrastruktur und Unterstützung durch die Hersteller.