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Zweite Generation des Peugeot 2008 Löwenmarke steigt mit 136 PS und 320 Kilometer Reichweite in den Markt der Elektromobilität ein

Stromer und Verbrenner laufen vom selben Band

Die Elektrovariante ist nur eine Seite des neuen Peugeot 2008. Dessen Verkauf wird noch von den Benzinern und Dieseln bestimmt. Dass sich aber auch im Massenmarkt etwas ändert, zeigt die Erwartung der Peugeot-Strategen, dass zehn Prozent auf die vollelektrische Variante entfallen. Beim 208 ist es sogar so, dass 15 (in Deutschland 30 Prozent) Prozent der Vorbesteller des am Jahresende auf den Markt kommenden Autos die E-Version orderten.

Die zweite Generation des 2008 hat mit der ersten wenig gemein, sowohl was das Design, als auch was die Technik anbetrifft. Es ist ein völlig neues Modell im Kleinwagen-Segment, von dem sich Peugeot einiges verspricht. Das B-Segment steht auf dem Weltmarkt für für 31 Prozent der Autoverkäufe. Die SUV in dieser Größe machen davon bereits ein Viertel aus.

Der e-2008 und der „normale“ 2008 unterscheiden sich rein äußerlich nicht voneinander. Und sie werden auf derselben Produktionslinie gebaut. Falls die Verkaufszahlen des Stromers die Planungen übertreffen, ist es deshalb kein Problem, die Zahl der produzierten e-2008 zu erhöhen – allerdings nur, solange die Zulieferung von genügend 50 kWh-Batterien gewährleistet ist. Sie kommen vom chinesischen Hersteller CATL und Peugeot gibt eine Garantie von acht Jahren oder 160 000 Kilometer auf die im Unterboden verbaute Energiequelle.

„Länger, niedriger, effizienter“ – auf diese Formel bringt Peugeot die Veränderungen der neuen Generation des 2008. „Flexibler“ sollte man mit Blick auf die große Auswahl an Motoren hinzufügen. „So kann jeder den Antrieb wählen, der am besten zum eigenen Leben passt,“ fasste es Generaldirektor Jean-Philippe Imparato in einem Satz zusammen.

Mit 4,30 Metern ist der SUV 14 Zentimeter länger als sein Vorgänger. Der Radstand ist um knapp elf Zentimeter auf 2,65 Meter gewachsen, was zu einem besseren Raumangebot besonders auf den hinteren Plätzen führt. Außerdem kann der neue 2008 einen großzügigen Stauraum zur Verfügung stellen. Als Stromer bietet er ein Kofferraumvolumen von 405, beim Verbrenner durch ein Unterbodenfach 434 Liter.

Der 2008 führt die neue Designsprache der Löwenmarke im SUV-Segment ein. An den vertikalen Kühlergrill schließt sich direkt die Motorhaube an. Die LED-Tagfahrleuchten sind vertikal an der Front angeordnet und sorgen nach der Idee der Peugeot-Designer für einen „Säbelzahn-Look“. Die Rückseite ziert eine horizontale, schwarz glänzende Blende, in der sich die LED-Rückleuchten in Form der drei Krallen integrieren.

Für ein Fahrzeug im Kleinwagen-Segment bietet der neue 2008 Fahrerlebnis in hochwertigen Materialien. Der Fahrer kann im sogenannten „i-Cockpit“ (kompaktes Lenkrad, großer Touchscreen und ein neues, je nach Ausstattungsniveau serienmäßiges 3D-Kombiinstrument) die wichtigsten Informationen intuitiv erfassen. Klar, dass der 2008 mit jeder Menge technischen Helfern prunkt, vom automatischen Geschwindigkeitsregler mit Stop&Go-Funktion über die Verkehrsschilderkennung bis zum Totwinkelassistent. Auf kurvenreichen Straßen lernt man die straffe Abstimmung des Fahrwerks schätzen. Je nach Antriebsversion gibt es drei Fahrmodi: Eco für sparsamen Verbrauch, Normal für den Alltag und Sport für eine optimale Performance. Die Kraft der Motoren wird über eine sauber schaltende Achtgang-Automatik oder über eine Sechsgang-Handschaltung auf die Straße gebracht. Peugeot bietet den 2008 mit drei Dreizylinder-Benzinern (100 bis 155 PS, Verbrauch zwischen 4,5 und 5,0 Liter auf 100 Kilometer), einem 130-PS-Diesel (3,8 Liter) und dem 136 PS-starken Elektromotor an. Lässt man den Elektromotor außen vor, der mit seinem maximalen Drehmoment von 260 Nm vom Stand aus und seiner leisen und vibrationsarmen Fahrt in einer eigenen Liga spielt, so macht der Diesel den kultiviertesten Eindruck.

Die Batterie hat 50 kWh Kapazität. Die Reichweite soll bis zu 320 Kilometer nach WLTP betragen. Sie lässt sich an der heimischen Steckdose (über 24 Stunden), an einer Wallbox (fünf Stunden) oder an einer 100 kW-Ladesäule (30 Minuten auf rund 80 Prozent) erneuern.

Peugeot rechnet damit, dass die meisten Kunden zum 130-.PS-Benziner greifen und auf die (mittlere) Ausstattungslinie „Allure“ wohl 50 Prozent der Verkäufe fallen. Die Preise liegen zwischen 21 500 (100-PS-Benziner) und 33 900 Euro (155 PS-Benziner als GT). Der Diesel wird 29 950 Euro kosten. Für den e-2008 muss man 35 250 Euro auf den Tisch legen. Abzüglich der 6000 Euro Prämie für E-Autos kommt man ziemlich genau auf den Preis des Diesels.

Die ersten 2008 mit Verbrenner-Motoren werden Ende des Jahres ausgeliefert, der e-2008 dann ab April 2020.