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Viel Ärger um Flugticket-Rückerstattung

Archivartikel

Immer noch müssen viele Kunden in der Corona-Krise auf ihre Flugticket-Rückerstattung warten. Und da geht es teilweise um eine Menge Geld. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert jetzt angesichts der Verzögerungen bei der Kostenerstattung für gestrichene Flüge eine Abschaffung der bisherigen Vorkasse-Regelungen.

Künftig solle das Ticket erst wenige Tage vor Flugantritt bezahlt werden müssen, verlangte vzbv-Chef Klaus Müller in der "Rheinischen Post". Dazu brauche es eine neue Gesetzgebung. Es könne nicht sein, dass Airline-Kunden seit Monaten auf teils mehrere hundert Euro warten müssten und völlig unklar sei, "wann sie das Geld jemals wiedersehen werden", kritisierte Müller. Dieses Vorgehen der Unternehmen sei peinlich und skandalös, zumal sie mit Milliardenhilfen der Steuerzahler unterstützt würden.

Die Verbraucherzentralen haben laut Müller 2020 bereits das Zwanzigfache an Beschwerden über Flug- und Reiseunternehmen im Vergleich zu normalen Jahren gezählt. In absoluten Zahlen waren dies demnach mehr als 80.000 Fälle. "Das ist zu einem großen Teil dem Ärger um nicht oder zu spät erfolgte Rückerstattungen von Vorkasse-Zahlungen nach Ausbruch der Corona-Pandemie geschuldet", erläuterte der vzbv-Chef.