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VW ID.3: Jetzt geht's los

Ein kleiner Stromer soll dem großen VW-Konzern den Weg aus der Krise weisen. ID.3 heißt dieses Fahrzeug, von dem sich die Wolfsburger wahre Wunderdinge erhoffen. Jetzt hat der Konzern im Werk in Zwickau mit der Produktion des ersten reinen Großserien-Elektroautos begonnen.

Bis 2028 will Volkswagen konzernweit rund 22 Millionen Elektrofahrzeuge verkaufen und dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen. Zwickau spielt dabei eine Schlüsselrolle: Erstmals wird eine große Autofabrik mit Investitionen von 1,2 Milliarden Euro komplett auf die Elektromobilität umgerüstet.

"Der ID.3 macht saubere, individuelle Mobilität für Millionen von Menschen erreichbar und ist ein Meilenstein für unser Unternehmen auf dem Weg, bis 2050 klima-neutral zu werden", sagte der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen Konzerns Herbert Diess beim Festakt in Zwickau.

Volkswagen will nach eigenen Angaben 2020 rund 100.000 Fahrzeuge bauen, mittelfristig sind bis zu 330.000 Stück jährlich geplant. Mit einem sogenannten "E-Baukasten" will VW Kosten sparen. Insgesamt soll das Baukasten-Prinzip bei 33 Modellen zum Tragen kommen.

Der ID.3 sei ein High-Tech-Auto aus einer High-Tech-Fabrik, betont Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität der Marke Volkswagen. Das belegen Zahlen: Mit rund 1.700 Robotern, fahrerlosen Transportsystemen und voll-automatisierten Fertigungsprozessen soll Zwickau zeigen, wie eine zukunftsweisende Volumen-Produktion von Elektroautos heute aussehen muss.

"Entscheidend für den Erfolg sind aber letztlich die Menschen, die dieses Auto produzieren: Unsere Mannschaft in Sachsen hat die zweijährige Umbau-Phase bis hin zum heutigen Produktionsanlauf mit viel Know-how und Engagement bewältigt. Eine großartige Teamleistung", so Thomas Ulbrich weiter.

Volkswagen will mit dem neuen Elektroauto das Problem angehen, dass reine Elektro-Fahrzeuge mit einer alltagstauglichen Reichweite bisher für viele Verbraucher zu unpraktisch und teuer sind.

Es wird erwartet, dass der ID.3 mit seiner größeren Reichweite von rund 300 Kilometern für unter 30.000 Euro ab Sommer 2020 angeboten wird.