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Was steckt heute hinter 750i, A8 55 TFSI und S 500?

Archivartikel

Luxus-Limousinen, exklusive Coupés und SUV-Modelle von Mercedes, BMW und Audi tragen oft hohe Hausnummern. Zahlen wie 500 oder 50 stehen für starke Motoren. Einst hatten die Aggregate dann einen Hubraum von fünf Litern und liefen mit acht Zylindern. Doch die Zeiten sind vorbei.

Ganz klar: Ein Mercedes 500 SE oder ein BMW 750i besaß in den 80er und 90er Jahren eine opulente Fünf-Liter-Maschine. Der heutige S 500 ist ein Sechszylinder mit drei Litern Hubraum. Hoch ist allerdings die PS-Zahl, denn im Zuge des Downsizings haben sich die Fahrleistungen der Motoren gemessen am Hubraum enorm gesteigert. Mithin generiert die Drei-Liter-Maschine der Sterne-Marke mit Unterstützung eines Elektromotors 320 plus 16 kW/435 plus 22 PS. Wer mehr als sechs Zylinder haben will, muss bei der Motorisierung höher greifen - zum AMG S 63 oder S 600 L.

Bei BMW und Audi sind die Zahlenspiele ähnlich geheimnisvoll: Der 730i besitzt keinen Drei-Liter-Motor mehr, sondern einen mit zwei Litern Hubraum und vier Zylindern. Wer 2.998 Kubikzentimeter unter der Haube haben will, muss sich den 740i bestellen. Der 750i besitzt einen Motor mit immerhin 4.395 Kubikzentimetern Hubraum und acht Zylinder. Mit 390 kW/530 PS gibt es hier natürlich Kraft satt.

Unterdessen hantiert Audi beim A8 mit Zahlen zwischen 50 und 60. Ob nun der Diesel "50 TDI" oder die Ottomotoren "55 TFSI" und "60 TFSI e" - die Hubräume liegen bei einem Volumen von etwa drei Litern. Auch hier gilt wieder: Trotz vergleichsweise moderater Volumina mangelt es nicht an Schnelligkeit. Ob Selbstzünder oder Benziner - ein Audi A8 beschleunigt heute in weniger als sechs Sekunden von 0 auf 100. Darum kann der anspruchsvolle Kunde nicht meckern. Doch ein Hauch von Verwirrung bleibt.