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Was wirklich gegen Marder hilft

Archivartikel

Gerade im Frühling sind die Marder in unseren Wohngebieten besonders aktiv. Autofahrer sehen es nicht nur an den Spuren und den Hinterlassenschaften der Nager auf den Autos. Die Tiere zerbeißen gerne auch Kühlwasser- oder Bremsschläuche, Elektrokabel und Gummidichtungen im Motorraum. "Oft springt der Wagen dann nicht mehr an oder die betroffenen Fahrzeuge sind nicht mehr verkehrssicher", so die ARAG Experten.

Doch was tun? Viele angeblich höchst wirksame Methoden zur Marderabwehr kursieren im Internet. Doch nicht alle halten, was sie versprechen. Eine Möglichkeit sind häufige Motorwäschen, um den Geruch von Artgenossen des Nagers zu vertreiben, auf den er mit besonders intensiven Beißattacken reagiert. Die Wirkung von Mottenkugeln, WC-Steinen und Hundehaaren ist - wenn überhaupt - von sehr kurzer Dauer. Und auch Knoblauchdüfte haben auf Steinmarder und Co. keinerlei Wirkung. Etwas nachhaltiger sind Sprays aus dem Fachhandel. Die Experten: "Der Nachteil: Je wirksamer der Sprühnebel, desto unangenehmer auch die Geruchsbelästigung im Fahrzeuginnenraum."

Bei Hochspannungsgeräten, die den Tieren im Motorraum Elektroschocks verpassen sollen, ist Vorsicht geboten. Denn bei unsachgemäßem Einbau können sie auch die Bordelektronik in Mitleidenschaft ziehen und sogar Menschen verletzen. Ultraschallgeräte stellen dagegen oft eine wirksame Abwehrmaßnahme gegen Marder und andere unerwünschte Kleintiere dar. Allerdings können zu schwache Geräte nicht den ganzen Motorraum genügend durchdringen, es folgt eine Gewöhnung der Tiere an den lästigen Geräuschpegel.

Die beste und sicherste Methode ist laut der Experten eine Abschottung des Motorraums, die bei einigen Autoherstellern ab Werk oder als Nachrüstlösung angeboten wird.