BASF

Abrechnungen von Fremdfirmen-Mitarbeitern - Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungsverfahren ein

BASF-Mitarbeiter unter Betrugsverdacht

Kaiserslautern/Ludwigshafen.Im Fall des mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs bei der BASF hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Anklagebehörde bestätigte, dass interne Überprüfungen der BASF den Verdacht ergeben hatten, wonach "externe Firmen in den vergangenen Jahren den Einsatz von Arbeitskräften am BASF-Standort Ludwigshafen unrechtmäßig abgerechnet haben". Diese Firmen hätten mit BASF-Mitarbeitern zusammengearbeitet. Laut Staatsanwaltschaft Kaiserslautern sollen vier BASF-Mitarbeiter sowie fünf Mitarbeiter von fünf externen Firmen in den mutmaßlichen Betrug involviert gewesen sein.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern erließ das Amtsgericht Kaiserslautern bereits im Januar 2018 "Durchsuchungsbeschlüsse gegen vier BASF-Mitarbeiter einer unteren Führungsebene" sowie  gegen fünf Verantwortliche der beteiligten externen Firmen. Federführend bei den Durchsuchungen am 30. Januar 2018 waren Beamte des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, insbesondere des Kommissariats für Wirtschaftsstrafsachen. Durchsucht wurden sowohl Arbeitsplätze als auch Wohnungen der verdächtigen Mitarbeiter. Einer der vier beschuldigten BASF-Mitarbeiter ist am 5. Februar verstorben. Laut Frankenthaler Staatsanwaltschaft gibt es bisher keinerlei Anzeichen auf Fremdverschulden.

Den Verdächtigen wird Betrug zur Last gelegt, da den Rechnungen keine entsprechenden Leistungen gegenüber gestanden haben sollen. Ferner besteht der "Verdacht der Bestechlichkeit bzw. Bestechung im geschäftlichen Verkehr". Der mutmaßliche Schaden, der der BASF dadurch möglicherweise entstanden ist, bewegt sich in Millionenhöhe. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Kaiserslautern beziffert den Strafrahmen auf "MM"-Anfrage auf maximal drei Jahre pro Fall. Es stehe allerdings noch nicht fest, ob es sich um getrennte Sachverhalte handle. Die bei den Durchsuchungen sichergestellten Daten werden derzeit ausgewertet. (hdf/her)

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