BASF

BASF will autonom fahrende Transporter auf öffentlicher Teststrecke einsetzen

Archivartikel

Die BASF und das Land Rheinland-Pfalz planen für die autonom fahrenden Transporter des Konzerns eine Teststrecke außerhalb des Ludwigshafener BASF-Werks - also auf einer öffentlichen Straße.

Die Fahrzeuge haben keinen Fahrer, sondern sind mit Sensoren und Kameras ausgestattet. Das Land wolle sich bei den Bundesbehörden für die Erlaubnis zu einer zwei Kilometer langen, wenig befahrenen Strecke nördlich der A 6 Einsätzen einsetzen, erklärte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing am Mittwoch.

Die autonomen Förderfahrzeuge sind bereits auf dem BASF-Gelände im Einsatz. Sie sind Teil eines neuen Logistikkonzepts, zu dem auch ein voll automatisiertes Tank-Containerlager gehört, das vor Kurzem den Betrieb aufgenommen hat. Damit soll die komplexe Logistik des Chemiekonzerns schneller und günstiger werden.

Mit der Anlage mit Kosten in Höhe einer "kleinen zweistelligen Millionensumme" könnten die Logistik-Ausgaben um 25 Prozent gesenkt werden, sagte Werksleiter Uwe Liebelt am Mittwoch. Er sprach von einem "Evolutionssprung". Mit dem Einsatz der vollautomatischen Förderfahrzeuge reduziere sich die Zeit für die Anlieferung eines Kesselwagens vom BASF-Bahnhof zu einer der mehr als 150 Ladestellen am Standort von rund 22 Stunden auf künftig etwa eine Stunde. Das Lager verfügt auch über vollautomatische Kräne. (mit dpa)