BASF

BASF Gewerkschaft kritisiert Arbeitsdirektor Michael Heinz

"Falsches Signal für Mitarbeiter"

Archivartikel

Ludwigshafen.Die Aussagen von BASF-Arbeitsdirektor Michael Heinz zu einem künftigen Personalrückgang in der Ludwigshafener Belegschaft führen zu einer heftigen Reaktion der Arbeitnehmervertreter . Heinz hatte erklärt, dass zwischen 2018 und 2025 aufgrund der demografischen Entwicklung jährlich 1000 Mitarbeiter in den Ruhestand gehen werden. Die freiwerdenden Stellen müssten voraussichtlich nur zur Hälfte wiederbesetzt werden, so Heinz, weil durch die Digitalisierung weniger Personal benötigt werde (wir berichteten).

Diese Aussagen seien "das falsche Signal", heißt es in einer Mitteilung der Chemiegewerkschaft IG BCE und der IG BCE-Fraktion im BASF-Betriebsrat. "Fortschritt und Digitalisierung sind nicht die Lösungen für eine betriebliche demografische Entwicklung" so die Gewerkschaft.

Verunsicherungen der Belegschaft

Sinischa Horvat, Betriebsratsvorsitzender der BASF SE, erklärte, mit der digitalen Transformation seien zunächst einmal zusätzliche Belastungen am Arbeitsplatz verbunden, dies führe auch zu Verunsicherungen in der Belegschaft. "Deshalb halten wir an unserer Forderung fest: Jeder Arbeitsplatz muss eins zu eins nachbesetzt werden."

IG BCE-Bezirksleiter Roland Strasser verwies auf eine "heute schon in vielen Betrieben angespannte Personalsituation" im Werk Ludwigshafen. "Die angekündigte nicht vollständige Wiederbesetzung von Altersabgängen verschärft diese Situation zulasten der verbleibenden Mitarbeiter." Zu begrüßen sei das Ziel, die Beschäftigtenzahl insgesamt mit Neuinvestitionen und neuen Geschäftsfeldern möglichst stabil zu halten. Heinz hatte die Zusage der BASF bekräftigt, zwischen 2016 und 2020 rund sechs Milliarden Euro in den Standort zu investieren.