Beilage

Heimat

Großes Kabinett

Archivartikel

Im 18. Jahrhundert befindet sich hier zuerst das kaiserliche Schlafzimmer, das Kurfürst Carl Theodor dann zu einem eleganten Kabinett mit Möbeln aus getriebenem Silber umgestaltet. Die kostbare Einrichtung und die Ausstattung mit gelbem Damast führen auch zur Bezeichnung „Silberzimmer“ oder „Gelbes Zimmer“. Ab 1856 wird der Raum von Großherzogin Luise für Empfänge genutzt. Die Wände sind nun mit sechs prächtigen Wandteppichen aus Brüssel verkleidet, die Szenen aus dem Leben Christi darstellen. Einen wichtigen Blickfang bildet die Boulle-Uhr, um 1712 in Paris gefertigt. Mit ihren 80 Kilo ist sie ein Höhepunkt der Schloss-Ausstattung, auch wenn sie einst für das Düsseldorfer Schloss von Kurfürst Johann Wilhelm gefertigt worden war und erst 1731 nach Mannheim gelangt.