Beilage

Heimat

Trabantensaal

Archivartikel

Beim Kurfürst spielt der Raum eine eher untergeordnete Rolle: Mit reicher Stuckdecke versehen, dient er eigentlich als erstes Vorzimmer, sprich Warte- und Anmelderaum zur Audienz, dem Aufenthalt von Lakaien und der Schlosswache. Benannt ist er nach den Trabanten, den Leibwächtern eines Fürsten. Zudem lagerten hier Spielkarten und Spielsteine für die Abendgesellschaften im Rittersaal. Herzstück ist ein mit kunstvollen Intarsienarbeiten aufwendig gestalteter großer Bibliothekstisch des Kurfürsten Carl Theodor, der wegen seiner Form auch „Mannheimer Knochen“ genannt wird, aber eine Kopie darstellt. Schon jetzt sind in dem Raum eine Viola, ein Violoncello und fünf Violinen ausgestellt – Original-Instrumente aus jener Zeit, als die Kurfürsten Carl Philipp und Carl Theodor im Schloss regierten. Künftig soll hier die Rolle der Musik und besonders die „Mannheimer Schule“ noch umfassender, auch mit Hörbeispielen, dargestellt werden.