Bilfinger

Bilfinger hält trotz Konjunkturabschwungs an Jahreszielen fest

Der Industriedienstleister Bilfinger hat im zweiten Quartal erneut von einer besseren Nachfrage aus den Branchen Öl, Gas und Chemie profitiert. Allerdings rutschte das Unternehmen aufgrund eines schlechteren Finanzergebnisses nach Steuern wieder in die Verlustzone, wie aus der Quartalsmitteilung am Mittwoch hervorging. Trotz der sich abkühlenden Wirtschaft will Bilfinger im laufenden Jahr aber den Umsatz aus eigener Kraft weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich erhöhen.

Mannheim.Der Umsatz legte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um acht Prozent auf 1,15 Milliarden Euro zu, wie das im SDax notierte Unternehmen weiter mitteilte. Aus eigener Kraft wuchsen die Erlöse sogar um elf Prozent. Der Auftragseingang verharrte jedoch mit rund 1,1 Milliarden Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Unter dem Strich wies Bilfinger wegen eines schlechteren Finanzergebnisses aber einen Verlust von 6 Millionen Euro aus, nach einem Gewinn von 11 Millionen Euro im Vorjahr.

"Wir sind im achten Quartal in Folge beim Umsatz organisch gewachsen", sagte Unternehmenschef Tom Blades am Mittwoch laut Pressemitteilung. Zudem habe Bilfinger erstmals seine Vertriebs- und Verwaltungskostenquote auf unter acht Prozent gesenkt. Damit nähere sich das Unternehmen dem Ziel von 7,5 Prozent bis 2020. Allerdings müsse der Konzern bei der Projektausführung besser werden und sich auf Wachstumsbereiche in Märkten und Dienstleistungen mit höheren Margen konzentrieren.

Am Aktienmarkt kamen allerdings Zweifel auf, ob Bilfinger das Gewinnziel erfüllen kann. Die Aktie gab im Mittagshandel um 4,7 Prozent nach und setzte ihren Abwärtstrend der vergangenen Wochen fort. Bilfinger müsse das operative Ergebnis im zweiten Halbjahr auf mehr als 87 Millionen Euro steigern, schrieb Analyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe. Dies sei bei dem momentanen konjunkturellen Umfeld eine große Herausforderung.