Bilfinger

Industrieservice Konzern führt Branchen-Rangliste zum elften Mal in Folge an / Studienautoren sehen „Erfolge bei Neuaufstellung“

Bilfinger verteidigt Spitzenplatz

Archivartikel

Mannheim.Der Mannheimer Bilfinger-Konzern führt erneut die Rangliste der umsatzstärksten deutschen Industrieservice-Unternehmen an. Mit einem Inlandsumsatz von knapp einer Milliarde Euro liegt Bilfinger deutlich vor den wichtigsten Konkurrenten Wisag (815 Millionen Euro) und Remondis Maintenance & Services (720 Millionen Euro). Die Liste wird jährlich vom Mindelheimer Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder erstellt.

Stärkstes Wachstum

Bilfinger belegt zum elften Mal in Folge den Spitzenplatz. Dem Umsatzrückgang von 2,5 Prozent im Heimatmarkt stehe ein Plus von 136 Millionen Euro im Ausland gegenüber, so die Studienautoren. „Damit zeigt der von Umsatzrückgängen begleitete Prozess der Neuaufstellung Erfolge“, urteilen die Marktforscher von Lünendonk. Bilfinger sei neben dem Bremer Konkurrenten Käfer auf Rang acht das einzige im Ranking gelistete Unternehmen, das im Auslandsgeschäft mehr Umsatz erziele als in Deutschland.

Den Autoren der Lünendonk-Liste zufolge erzielten die 20 größten deutschen Industrieservcie-Anbieter im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 7,3 Prozent das stärkste Wachstum seit Beginn der Marktbeobachtung im Jahr 1983. „Aufgrund der guten Auftragslage haben viele Industrieunternehmen Instandhaltungsmaßnahmen und Stillstände aufgeschoben“, sagte Studienautor Thomas Ball laut einer Mitteilung. „In Zeiten von Umsatzrückgängen in der Chemieindustrie werden diese dringend notwendigen Maßnahmen nachgeholt.“

Auch die Wachstumsperspektiven für Anbieter wie Bilfinger seien gut: Nach Balls Worten wird sich der Trend in der Industrie weiter verstärken, „bisher intern erbrachte Leistungen künftig fremdzuvergeben und extern eingekaufte Services stärker bei wenigen Anbietern zu bündeln“. Unter Industrieservice fallen insbesondere Instandhaltung, Wartung und Umbau von Produktionsanlagen.

„Position weiter ausbauen“

Bilfinger-Chef Tom Blades war erfreut über die erneute Spitzenposition auf der Lünendonk-Liste. „Dieser Erfolg gehört unseren Mitarbeitern, die bei unseren Kunden die Effizienz von Anlagen steigern, hohe Verfügbarkeit sichern und Instandhaltungskosten senken“, sagte der Konzernchef laut einer Mitteilung. „Die Auszeichnung ist zugleich ein Anreiz, unsere Marktposition weiter auszubauen.“