Bilfinger

Industrieservice

Proteste vor Bilfinger-Hauptversammlung

Archivartikel

Mannheim.Zur  Jahreshauptversammlung des Mannheimer Industriedienstleisters Bilfinger haben am Mittwoch Atomkraftgegner vor der Konzernzentrale protestiert. Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, erklärte dazu: „Während Deutschland mit guten Gründen aus der Atomenergie aussteigt, möchte Bilfinger die Atomkraft weltweit weiter ausbauen. Das Unternehmen ist beispielsweise an AKW-Neubauprojekten in Großbritannien und Frankreich beteiligt. Diese werden trotz gewaltiger Kostenexplosionen weiter vorangetrieben und schlucken damit Milliarden, die für tatsächlichen Klimaschutz fehlen." 

Angesichts der mit Atomkraft untrennbar verbundenen Risiken, Kosten und Probleme müsse Bilfinger dieses Geschäftsmodell beenden, so Stay. Bilfinger hat unter anderem Großaufträge für Arbeiten  am neuen Kernkraftwerk Hinkley Point C in England  mit einem Auftragsvolumen von mehr als einer halben Milliarde Euro erhalten. Bilfinger-Vorstandschef Tom Blades betonte dagegen in seiner Rede vor Aktionären die Bedeutung dieser Aufräge für das Unternehmen vor allem angesichts von Nachfragerückgängen in anderen Bereichen als Folge der Corona-Pandemie.

Zum Thema