Coronavirus

Coronavirus

36 statt 61 Infizierte nicht mehr ansteckend

Heidelberg/Rhein-Neckar.+++ Update 23.3.2020:  Der Rhein-Neckar-Kreis hat am Montag seine Angaben von ursprünglich 61 entlassenen Corona-Infizierten auf 36 korrigiert. Demnach seien im Rhein-Neckar-Kreis nur 28 und  in der Stadt Heidelberg acht positiv auf das Coronavirus Getestete aus der Quarantäne entlassen worden und nicht mehr ansteckend. Ursache der falschen Zahlen sei ein IT-Fehler.

„Diese Personen sind nun nicht mehr infektiös. Ihr Krankheitsverlauf zeigte überwiegend Symptome, die von den Auswirkungen her denen einer Influenza ähneln“, erklärt der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Andreas Welker.

Aktuell gibt es laut Landratsamt im Rhein-Neckar-Kreis 276 positiv getestete Menschen, in Heidelberg sind es 104. Seit Samstag vermeldet der Rhein-Neckar-Kreis 38 neue Corona-Fälle, die Stadt Heidelberg vermeldet 24 Fälle. Zurzeit befinden sich insgesamt 1280 Menschen in Quarantäne (Rhein-Neckar-Kreis: 952 , Heidelberg: 328).

Positiv getestete Personen, die sich in häuslicher Quarantäne befanden, müssen laut den neuen Richtlinien des Robert Koch-Instituts (RKI) nicht mehr einen zweiten Test machen, der das Virus nachweist. Sie dürfen frühestens zwei Wochen nach Symptom-Beginn und nachdem sie 48 Stunden wieder symptomfrei waren, die häusliche Quarantäne wieder verlassen. Ein zweiter Test, auch Freitest genannt, gelte weiterhin bei schweren Krankheitsverläufen, die in Krankenhäusern behandelt worden sind (stationäre Quarantäne). Laut Landratsamt zeigen aktuelle Forschungsergebnisse übrigens erste Hinweise darauf, dass nach einer Infektion eine Immunität bestehen könnte.

 Ursache der falschen Zahlen sei ein IT-Fehler: "Aufgrund der Vielzahl der Fälle laufen inzwischen alle Abfragen elektronisch und über Filterung in Excel-Tabellen. Dabei war bei der jüngsten Auswertung ein Selektionskriterium falsch gesetzt", so die Erklärung. Der Fehler sei mittlerweile erkannt worden und würde behoben. "Die Datenbank wurde in den letzten 14 Tagen komplett neu erstellt und ging fast ohne Probelauf in den Realbetrieb. Aufgrund der fehlenden ausführlichen Testphase sind die Beseitigung von Fehlern und weitere Optimierungen immer wieder notwendig", heißt es in der Korrektur des Landratsamts.

Zum Thema