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Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr für extreme Hotspots in Baden-Württemberg

Archivartikel

Südwest.Mit ganztägigen Ausgangsbeschränkungen will die Landesregierung auf explodierende Infektionszahlen in Hotspots des Landes reagieren. In Regionen mit mehr als 300 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche soll das Verlassen der Wohnung bald auch tagsüber nur noch aus triftigen Gründen erlaubt sein. Das teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Donnerstag der dpa mit. Allerdings sieht die Landesregierung so viele Ausnahmen vor, dass die Regel eher appellativen Charakter hat. Man darf das Haus etwa verlassen für die Arbeit oder den Arztbesuch, für den Einkauf oder Sport.

Damit verschärft die Regierung ein erneutes Mal die Regeln zur Eindämmung der Pandemie. Bislang ist eine nächtliche Ausgangssperre für Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 vorgeschrieben, die beispielsweise auch für die Stadt Mannheim gilt.

Nach den jüngsten Infektionszahlen liegen die Stadtkreise Pforzheim (339,0) und Heilbronn (318,3) über dem 300er-Wert. Pforzheim hatte die 300er-Marke bereits an den Vortagen gerissen. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) in Mannheim lag am Donnerstag - bezogen auf die von der Stadt täglich veröffentlichten Zahlen - bei 246,3.

Noch am Donnerstag brachte die Regierung daher einen Erlass für die Stadt auf den Weg, der die Rund-um-die-Uhr-Ausgangsbeschränkungen beinhaltet. Am Freitag will das Kabinett die erweiterte Hotspot-Strategie für das Land beschließen. Sie werde nächste Woche in die Corona-Verordnung einfließen.

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