Coronavirus

Coronavirus Unikliniken nehmen Erkrankte aus Frankreich auf / Beunruhigende Entwicklung im Elsass

Corona-Patient aus Elsass in Mannheim angekommen

Mannheim.Der erste schwer kranke Corona-Patient aus dem Elsass ist am späten Montagnachmittag in Mannheim angekommen. Der Mann wurde mit einem Hubschrauber des französischen Zivilschutzes ins Klinikum gebracht. „Er benötigt zum Überleben intensivmedizinische Betreuung und Beatmung“, teilte Klinikumssprecher Dirk Schuhmann mit.

Das Elsass ist besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen. Die Krankenhäuser dort verfügen nicht mehr über genügend Beatmungsplätze, um alle Patienten angemessen zu behandeln. Frankreich hatte daher die Grenzregionen um Hilfe gebeten. Baden-Württemberg erklärte sich daraufhin bereit, zunächst zehn Patienten aufzunehmen, darunter zwei in Mannheim und drei in Heidelberg. Auch Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie die Schweiz und Luxemburg wollen helfen.

Nach unbestätigten Angaben musste ein erster Helikopter-Flug nach Mannheim abgebrochen werden, weil es dem Patienten zu schlecht ging. Eine weitere Person wird bald im Klinikum erwartet.

Heidelberg rechnet ebenfalls bald mit der Ankunft von drei Patienten, unter ihnen eine 43-jährige Frau und ein 50-jähriger Mann. Auch sie werden bereits beatmet. Vorgesehen ist eine Landung auf dem Klinikumsgelände im Neuenheimer Feld. Anschließend sollten sie mit dem Krankenwagen in die Thoraxklinik im Stadtteil Rohrbach gebracht werden.

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