Coronavirus

Eingeschränkter Bewegungsradius denkbar - Baden-Württemberg für Verschärfung der Kontaktbeschränkungen

Archivartikel

Stuttgart/Berlin.Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) tritt bei den laufenden Bund-Länder-Beratungen für noch schärfere Kontaktbeschränkungen bis Ende Januar ein. Es geht darum, wie beim Lockdown im Frühjahr private Zusammenkünfte auf einen Haushalt plus eine nicht im Haushalt lebende Person zu beschränken. "Das würde von uns befürwortet", hieß es in Regierungskreisen in Stuttgart zu einem Beschlussentwurf für die Runde der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Unions-geführten Länder sind dem Vernehmen nach bereits dafür, aber ob sich die gesamte Runde darauf einigt, war zunächst nicht klar.

Zudem sei auch denkbar, in Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort herum zu beschränken. Baden-Württembergs Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz sagte der dpa dazu, er halte diese Ausgangsbeschränkungen für "notwendig, um das diffuse Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen". Er fügte hinzu: "Das ist auch verhältnismäßig, da somit das Virus in den stark belasteten Gebieten deutlich eingedämmt werden kann und Sport, Wandern und Radfahren ja im Umkreis von 15 Kilometern möglich ist."

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