Coronavirus

Einkaufen bleibt erlaubt – Kontrolldruck der Polizei jedoch erhöht

Archivartikel

Mannheim/Stuttgart.Während die Polizei alle Kräfte bündelt, um die Präsenz und auch Kontrollen in den Städten und Gemeinden zu erhöhen, beschleicht die Menschen in der Corona-Krise das Gefühl von Angst. Vor allem, dass sie bei einer verhängten Ausgangssperre nicht mehr Einkaufen gehen dürfen. Doch das ist unbegründet, wie ein Sprecher des baden-württembergischen Sozialministeriums auf Anfrage dieser Redaktion erklärte. Zumal der Sprecher betonte: „Wichtig ist aber: Noch sind Ausgangssperren kein Thema.“ Sollte diese Situation jedoch eintreten, würden sowohl die Grund- als auch die Versorgung mit Lebensmitteln weiterhin gesichert bleiben.

Angesprochen wird hier vor allem auch die Situation um Hamsterkäufe, die sich zum Wochenende hin weiter zugespitzt hat. Neben Massenkäufen bei Lebensmitteln und Hygieneartikeln verhält sich die Bevölkerung teilweise aggressiv. Erst am Donnerstag eskalierte ein Streit um Toilettenpapier in einem Geschäft in Mannheim. Das Sozialministerium rät eindringlich vor Hamsterkäufen ab. Gleichzeitig sollen festgestellte Verstöße und Straftaten zukünftig konsequent geahndet werden.

Allgemeinverfügung soll konsequent durchgesetzt werden 

Ein flächendeckender Kontrolldruck soll dazu führen, „dass Menschenzusammenkünfte unterbleiben und die Regeln der Verfügungen beachtet werden“, sagte Polizeipräsident Andreas Stenger. Die Allgemeinverfügungen der Städte und Gemeinden wird nun konsequent durchgesetzt, auch die Polizei trägt zu diesen Durchsetzungen mit massivem Personaleinsatz, priorisierten Aufgaben und zusätzlichen Personalressourcen bei.

Neben dem konsequenten Bestrafen von Verstößen und Straftaten entgegen der Allgemeinverfügung, „sind sichtbare Polizeipräsenz und konsequentes Einschreiten nötig, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in den hoffentlich menschenleeren öffentlichen Räumen zu bewahren“, sagte Stenger. Auch wenn das Einkaufen trotz eventuell eintretender Ausgangssperren weiterhin erlaubt sein wird, so ist eine „formelle Sozialkontrolle in der Krise ein wichtiger Faktor, um den wir uns mit aller Energie kümmern“, so Stenger weiter.

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