Coronavirus

Kultusminister: Präsenzpflicht an Schulen wird ausgesetzt

Archivartikel

Hessen.Schüler der Klassen 1 bis 6 in Hessen müssen bis Ende Januar nicht für den Unterricht an die Schulen kommen. Die Präsenzpflicht werde für sie ausgesetzt, für Schüler ab Klasse 7 werde mit Ausnahme von Abschlussklassen grundsätzlich Distanzunterricht angeboten, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden. In dieser Woche sind noch Weihnachtsferien in Hessen.

Damit ist für jüngere Schüler ab Montag (11.1.) noch eine Art Notbetreuung in den Schulen möglich, wenn Eltern arbeiten gehen müssen und sich nicht zu Hause um sie kümmern können. Sie würden dann in der Schule in festen Lerngruppen unterrichtet, sagte Lorz. "Ich appelliere aber an alle Eltern, ihre Kinder - wann immer möglich - im Sinne der Kontaktreduzierung zu Hause zu behalten." Schüler in Abschlussklassen sollten unter Einhaltung des Mindestabstands weiter unterrichtet werden, sagte Lorz.

Damit setzt Hessen für die Schulen den Weg fort, den das Land Mitte Dezember eingeschlagen hatte. Auch damals war die Präsenzpflicht für die jüngeren Schüler bis zum Beginn der Weihnachtsferien ausgesetzt worden.

Außerdem führt Hessen verschärfte Corona-Regeln ein, die ab dem kommenden Montag (11.1.) zunächst bis zum Ende des Monats gelten. Das hat das Corona-Kabinett der hessischen Landesregierung am Mittwoch in Wiesbaden beschlossen. Danach dürfen sich künftig nur noch Angehörige eines Haushalts mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person im öffentlichen Raum treffen. Der Lockdown mit der Schließung zahlreicher Geschäfte war zunächst bis zum 10. Januar befristet gewesen.

 

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