Coronavirus

Landesregierung veröffentlicht neue Corona-Verordnung

Archivartikel

Rheinland-Pfalz.Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat am Montagabend die neue Verordnung zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens veröffentlicht. Die im Anschluss an die Bund-Länder-Beratungen vom Sonntag erstellte 14. Corona-Bekämpfungsverordnung tritt an diesem Mittwoch in Kraft und gilt bis zum 10. Januar, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte.

Zum Shutdown gehört, dass der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf schließen wird. Zur Begründung der verschärften Maßnahmen hieß es: "Diese sind zwingend geboten, um einen spürbaren und dauerhaften Rückgang der weiterhin sehr hohen Infektionszahlen sowie einen Schutz des Gesundheitssystems vor Überlastung zu erreichen und weitere Todesfälle zu verhindern."

An Weihnachten werden die strengen Kontaktregeln - maximal fünf Personen aus höchstens zwei Hausständen - etwas gelockert. Vom 24. bis zum 26. Dezember sind neben dem eigenen Hausstand auch vier weitere Menschen aus dem engsten Familienkreis zulässig, auch aus mehr als zwei Hausständen. Kinder unter 14 Jahren sind dabei nicht eingerechnet. Es wird empfohlen, vor dem Familientreffen eine Schutzwoche einzulegen und Kontakte fünf bis sieben Tage zuvor auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Die Präsenzpflicht an Schulen wird in Rheinland-Pfalz von Mittwoch bis Freitag ausgesetzt, für die Zeit nach den Ferien gilt: In der Woche vom 4. bis zum 15. Januar 2021 findet in allen Schularten ausschließlich Fernunterricht statt. Die Kitas bleiben im Regelbetrieb geöffnet. An die Eltern wird aber appelliert, möglichst eine Betreuung zu Hause sicher zu stellen.

An Silvester und am Neujahrstag wird bundesweit ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt. Außerdem gelten ein Böllerverbot auf publikumsträchtigen Plätzen und ein Verkaufsverbot von Böllern. Es wird dringend empfohlen, auf das Zünden von Pyrotechnik zu verzichten. Der Konsum von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum wird untersagt.

Bei Gottesdiensten und Zusammenkünften in Kirchen, Synagogen und Moscheen gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern und Maskenpflicht auch am Platz. Gemeindegesang ist verboten.

Ziel der "weiteren tiefgreifenden Maßnahmen" sei, die Zahl der Neuinfektionen so deutlich zu reduzieren, dass es Gesundheitsämtern wieder möglich werde, Infektionsketten möglichst vollständig identifizieren zu können und so die Zahl der Erkrankten weiter zu senken.

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