Coronavirus

Landessportverband kritisiert Lockdown von Freizeit- und Amateursport

Archivartikel

Südwest.Baden-Württembergs Landessportverband (LSV) hätte für ein erneutes Verbot des Freizeit- und Amateursports nur wenig Verständnis. "Grundsätzlich ist festzuhalten, dass der Schutz der Bevölkerung an erster Stelle steht. Dennoch müssen wir konstatieren, dass der Sport in BW zur Gesundheit und Gesunderhaltung - auch in der Coronazeit - beiträgt", sagte ein Verbandssprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Das verantwortungsvolle Handeln der Fachverbände und der Sportvereine in den letzten Monaten hat gezeigt, dass mit ausgearbeiteten Schutz- und Hygienekonzepten der Sport im Land kein Infektionsherd ist."

Trotzdem wollen Bund und Länder wegen der Corona-Krise Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch erfuhr. Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden. Die Schließung sei ein großer Einschnitt für die Sportlerinnen und Sportler sowie für die vielen Ehrenamtlichen im Land, die gerade wieder in einer neuen Routine angekommen sind, hieß es. "Für die Sportvereine hätte ein zweiter Lockdown zudem finanziell schwerwiegende Folgen", sagte der Sprecher.

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