Coronavirus

Lockdown ab Mittwoch ist beschlossene Sache

Archivartikel

Hessen.Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fährt Hessen das öffentliche Leben von Mittwoch an deutlich zurück. Das Corona-Kabinett beschloss am Montag in Wiesbaden, dass viele Läden schließen müssen. Offen bleiben dürfen aber Geschäfte für den "täglichen Bedarf" - wie beispielsweise Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. Die Präsenzpflicht für Kinder und Jugendliche an den Schulen wird außerdem ab Mittwoch bis zum Ende der Woche aufgehoben - dann beginnen ohnehin die hessischen Weihnachtsferien. Kindergartenkinder sollen nur noch dann in den Einrichtungen betreut werden, wenn etwa die Eltern arbeiten gehen müssen und sie nicht zu Hause behalten können.

"Die Maßnahmen des Lockdowns light haben nicht ausgereicht, um die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland zu senken", erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in Wiesbaden. "Vielmehr sind diese weiter extrem gestiegen und die Zahl der Todesfälle nimmt weiter zu." Deshalb werde ab Mittwoch der Alltag konsequent herunterfahren, damit die Kliniken und Intensivstationen weiterhin handlungsfähig blieben.

Bouffier kündigte an, dass er am Mittwoch mit hochrangigen hessischen Kirchenvertretern besprechen wolle, in welcher Form in diesem Jahr die Weihnachtsgottesdienste stattfinden können. Er strebe eine hessenweite Regelung an, sagte Bouffier. Er erwarte nicht, dass Gottesdienste untersagt werden.

Die Zahl der neu registrierten Corona-Infektionen erhöhte sich am Montag in Hessen im Vergleich zum Vortag um 955. Die Zahl der mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg den Angaben des Robert Koch-Instituts zufolge um sechs. Damit starben seit Beginn der Pandemie 1755 Hessen an oder mit dem Virus. Insgesamt wurden bislang 108 316 Corona-Fälle registriert (Stand 00.00 Uhr). Die Zahl von Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen betrug für Hessen 181,3.

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