Coronavirus

Mannheimer Polizei: Kinder und Jugendliche husten ältere Menschen an

Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar.Die Mannheimer Polizei hat seit Freitag in ihrem Einsatzgebiet insgesamt vier Fälle von Anhusten oder Anspucken in der Region bestätigt. Das geht aus einer Meldung der Behörde am Mittwoch hervor, in der sie die am Dienstag in einem Facebook-Post angedeuteten Vorfälle von Kinder und Jugendlichen konkretisierte. Dort hieß es, dass Kinder und Jugendliche ältere Mitmenschen anhusten sowie anspucken und dabei „Corona“ rufen würden. 

So hätten in Mannheim zwei Jugendliche in einem Einkaufsmarkt in der Friedrich-Ebert-Straße einen Angestellten eines Einkaufsmarktes angehustet und vor ihm auf den Boden gespuckt. Die beiden Beschuldigten flüchteten, noch bevor die Beamten eintrafen. Gleich zweimal wurde ein solches Verhalten in Heidelberg gemeldet. Dort kam es im Hauptbahnhof und in einem Rohrbacher Einkaufsmarkt zu ähnlichen Vorfällen. Auch in Schwetzingen wurde die Polizei auf eine solche Tat in der Scheffelstraße aufmerksam gemacht. Wie in Mannheim gelang auch den Beschuldigten in Heidelberg und Schwetzingen die Flucht. 

 „Dass das Verhalten nicht nur ein ekelhaft, verabscheuungswürdig und auf gar keinen Fall ein ‚dummer Jungenstreich‘ ist, zeigt auch die Rechtslage“, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung weiter. Ermittlungen wegen Körperverletzung wurden demnach seitens der Beamten eingeleitet. Die Behörde sucht nun nach Zeugen der Vorfälle. Diese melden sich unter der Telefonnummer 0621/174-0 bei der Polizei.

Eltern in der Pflicht

„Anhusten ist eine Straftat!“ So machte die Mannheimer Polizei den am Dienstagnachmittag veröffentlichen Facebook-Post auf, in der die Beamten die widerlichen Vorfälle vermeldeten. „Das ist kein Scherz mehr und geht gar nicht!“, machte die Behörde deutlich. „Wir sehen auch die Eltern in der Pflicht, ihrem Nachwuchs das ganz klar zu machen“, richteten die Beamten auch einen Appell an die Erziehungsberechtigten, das ein solches Verhalten kein Spaß ist.

Wer solche Taten miterlebt oder sie beobachtet, dem wurde empfohlen, sofort Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Die Polizei bat darum, sich an die Allgemeinverfügungen zu halten. Straftaten und Ordnungswidrigkeiten würden konsequent verfolgt werden. Auch in den nächsten Tagen wird die Polizei verstärkt auf Straßen und Plätzen in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis unterwegs sein und kontrollieren.

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