Coronavirus

Rheinland-Pfalz: Einschränkungen im regionalen Schienenverkehr

Archivartikel

Aufgrund des Coronavirus wird im Regionalverkehr auf der Schiene das Fahrplanangebot ab kommenden Montag, 23. März, auf den meisten Strecken erheblich eingeschränkt. Die teilte der Kreis Südliche Weinstraße in einer Presseerklärung am Freitag mit. Auf vielen Bahnstrecken gelten nun neue Fahrpläne. Die beiden Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz-Süd und Nord reagieren damit auf die aktuellen Entwicklungen durch die Ausbreitung des Coronavirus. Ziel sei es, für die kommenden Wochen ein verlässliches Angebot aufrechtzuerhalten, mit welchem die deutlich gesunkene Nachfrage bedient werden kann, so der Kreis.

Auf jeder Strecke solle mindestens ein Stundentakt an allen Tagen der Woche angeboten werden, gegebenenfalls enden die Fahrten am Abend früher als üblich. Dies gilt für alle Strecken der S-Bahn Rhein-Neckar einschließlich der S6 zwischen Main, Worms und Mannheim. Unter anderem wird die RE-Linie 6 (Neustadt-Landau-Karlsruhe) eingestellt. Als einzige Zugverbindung verbleibt die Regionalbahnlinie 51 mit allen Haltepunkten im Stundentakt.

Die reduzierten und veränderten Fahrpläne werden bis voraussichtlich kommenden Montag, 24 Uhr, spätestens Dienstag, 24 Uhr, in den Auskunftssystemen der Deutschen Bahn (RIS, Navigator-App) abgebildet. Auf den Homepages der Verkehrsunternehmen werden die Ersatzfahrpläne schon vorher dargestellt. Auch sind seitens der DB Station & Service AG spezielle Aushänge in den Fahrplanvitrinen geplant. Hier finden Kunden den Hinwies auf die Umstellung auf das reduzierte Grundangebot. Die jeweiligen Fahrpläne werden auf folgenden Seiten zur Verfügung gestellt: www.vrn.de, www.kvv.info, www.vlexx.de, www.rnv-online.de/coronavirus, www.bahn.de/aktuell, www.s-bahn-rheinneckar.de, www.bahnfahren-im-suedwesten.de

Bislang, so der Kreis in seiner Mitteilung, seien die Angebotseinschränkungen zeitlich nicht beschränkt. Sie gälten zunächst solange, wie sich durch behördliche Anordnungen die Lage ändere. Dies könne ebenfalls bedeuten, dass der Zugverkehr noch stärker als bisher geplant eingeschränkt werde. Trotz des massiven Einbruchs der Nachfrage soll ein angemessener Sitzabstand ermöglicht werden. Deshalb sollen, soweit betrieblich möglich, Züge mit möglichst hoher Kapazität an Sitzplätzen fahren.

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