Coronavirus

Coronavirus

RNV zieht weitere Einschränkung des Freizeitverkehrs in Erwägung

Archivartikel

Mannheim.Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) trägt sich mit dem Gedanken, den Freizeitverkehr in den kommenden Tagen weiter einzuschränken und den Fahrplan dahingehend zu verändern. Christian Volz, kaufmännischer Geschäftsführer des Unternehmens mit Sitz in Mannheim, deutete am Mittwochmorgen gegenüber dieser Redaktion an, diese Option in Betracht zu ziehen, um die Leistungsfähigkeit für den dringend notwendigen Verkehr zu erhalten. Wie genau diese weitere Anpassung an die gesellschaftliche Situation erfolge, könne er noch nicht sagen. Das Unternehmen werde es kommunizieren, wenn es soweit ist.

Definitiv gefallen ist bereits die Entscheidung, dass die Mobilitätszentren der rnv GmbH im Mannheimer Stadthaus, am Berliner Platz in Ludwigshafen und in Heidelberg nahe des Hauptbahnhofs, ab Donnerstag geschlossen sind. Dies sei ein wichtiger Beitrag zum Infektionsschutz für Mitarbeiter und Kunden. "Wir stehen jeden Tag vor einer neuen Situation", sagte Volz und meint damit auch den schwindenden Bestand an Desinfektionsmitteln zur Reinigung der jeweiligen Fahrzeuge. Wie bereits berichtet, werden Züge und Busse nach Dienstende großräumig gesäubert und desinfiziert. Seit Mittwoch gibt es nun auch Durchsagen in den Fahrzeugen, die auf Verhaltensregeln hinweisen. Dazu gehört vor allem die Einhaltung des Abstands. Das sei derzeit einfach möglich, sagt Volz, denn die Anzahl der Fahrgäste sei mit der Schließung der Schulen und der Beschränkung des Einzelhandels in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen.

Inwiefern dieser Umstand das Unternehmen auch in wirtschaftliche Nöte bringt, will der kaufmännische Geschäftsführer zum jetzigen Zeitpunkt nicht bewerten. „Das kommt erst an zweiter Stelle“, so Volz. Jeden Tag die Zahlen auszuwerten, das sei nicht das Gebot der Stunde. Die rnv GmbH beschäftigt 2300 Menschen, 1200 davon täglich im Verkehr in der Metropolregion unterwegs. Er sei ein wenig stolz darauf, wie engagiert diese Mitarbeiter im Einsatz seien. Volz nennt als Beispiel, die große logistische Herausforderung, in allen Bussen den Vordereinstieg zu verhindern, um den Fahrer vor direkten Kontakten zu schützen. „Man denkt immer, das wäre alles schnell und einfach gemacht“, findet Volz. Es habe dafür eine schnelle Zusammenarbeit über Hierarchien hinweg benötigt. Wie sich die Situation weiter entwickelt, ist auch für den Chef schwer einzuschätzen. Eine völlige Einstellung des Öffentllichen Personennahverkehrs? „Dieser Vorschlag wird von uns nicht kommen“, sagt Volz.

Zum Thema