Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Rat für eine Zweitwohnungssteuer

150 000 Euro Einnahmen erhofft

Archivartikel

Einstimmig hat der Gemeinderat von Edingen-Neckarhausen in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, künftig eine Steuer auf Zweitwohnungen zu erheben. Sie tritt am 1. Oktober in Kraft, wirkt sich allerdings erst ab 2019 aus. Interessant sei weniger die Steuer, sondern die Motivation, einen Zweitwohnsitz in Edingen-Neckarhausen in einen Erstwohnsitz umzuwandeln, erläuterte Bürgermeister Simon Michler. Das bringe nämlich der Gemeinde geschätzte 150 000 Euro pro Jahr, die Zweitwohnungssteuer an sich lediglich rund 17 000 Euro.

Die Höhe der Steuer richte sich nach der der Kaltmiete. Die Gemeinde benötige die Einnahmen für die Erhaltung der öffentlichen Einrichtungen, begründete Bernd Grabinger das Ja der CDU. „Auch Leute, die einen Zweitwohnungssitz haben, benutzen unsere Infrastruktur“, meinte dagegen Michael Bangert (SPD).

Verkehr vor der Schule

In der Bürgersprechstunde während der Gemeinderatssitzung berichtete eine Frau von gefährlichen Verkehrssituationen, die sie vor der Graf-von-Oberndorff-Schule in Neckarhausen beobachtet hat. Weil die Eltern die Kinder direkt vor der Schule aussteigen lassen, so ihre Klage, sei die Zufahrt oft verstopft. Manchmal komme deswegen auch die Müllabfuhr nicht durch und habe den Abfall sogar schon einmal stehen lassen. Durch das rücksichtslose Verhalten würden aber auch Kinder gefährdet. Bürgermeister Simon Michler versprach, sich die Situation anzuschauen und das Problem anzugehen.

Erfolgreiche Festwoche

Im Namen aller Gemeinderatsfraktionen sprach Dietrich Herold (UBL) der Verwaltung und allen weiteren Beteiligten den Dank der Politiker für die perfekte Organisation der Festwoche zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Plouguerneau aus. Er erwähnte die IGP, den Bauhof, das Rathausteam, die Feuerwehr, das DRK sowie alle ehrenamtliche Helfer und sämtliche Bürger, die die Festwoche unterstützt haben. „Ohne sie wäre das unvergessliche Fest nicht so gelungen“, meinte Herold. Und: „Edingen-Neckarhausen hat sich von seiner besten Seite gezeigt.“ kba