Edingen-Neckarhausen

Edingen Kandidaten zur Wahl des Kirchengemeinderats

Acht Bewerber für acht Sitze

Archivartikel

„Kirche ist keine One-Man-Show.“ Das hat Bernd Kreissig, der neue Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Edingen, am Sonntag nach seinen ersten 100 Tagen im Amt erklärt, und das gilt ganz besonders im Hinblick auf den 1. Dezember. Dann wird nämlich ein neuer Kirchengemeinderat gewählt.

Edingen ist eine von 19 Gemeinden im evangelischen Kirchenbezirk Ladenburg-Weinheim. Zu der Gemeinde gehören derzeit rund 2 200 Gläubige. Der Kirchengemeinderat in Edingen besteht aus acht zu wählenden Mitgliedern und trägt zusammen mit dem Pfarrer die Verantwortung unter anderem für die Verwaltung des kirchlichen Haushalts und des Gemeindevermögens. Er wirkt bei der Besetzung von Pfarrstellen mit, kümmert sich um Bau und Erhaltung der Gebäude und um die Organisation von Veranstaltungen der Kirchengemeinde.

Sechs Frauen, zwei Männer

In der Gemeindeversammlung nach dem Gottesdienst interessierten sich deshalb zahlreiche „Pfarrkinder“ für die Informationen rund um die Wahl und die Gemeinde. Gisela Graß eröffnete als Vorsitzende die Gemeindeversammlung, Werner Lieberknecht protokollierte, Wolfgang Ding lieferte Hinweise zu dem Wahlprocedere: „Wahlbriefkästen werden an verschiedenen Standorten eingerichtet,Wahlunterlagen können aber auch bei Pfarrer Kreissig und Gisela Graß abgegeben werden.“

Für den Kirchengemeinderat kandidieren Daniel Hertwich (52) Kaufmännischer Angestellter; Birgit Monsler (38) Diplom-Chemikerin; Kerstin Remmers (42), Diplom-Finanzwirtin; Katharina Sacherer (57), Einzelhandelskauffrau; Heidrun Stahl (55), Altenpflegerin; Heike Stephan (52), Consultantin; Jürgen Tschöpl (54), Montageleiter; Dr. Christine Zwetkow (62), Ärztin. Die acht Bewerber haben sich bereit erklärt, dieses Ehrenamt für die nächsten sechs Jahre zu übernehmen, und wollen sich gemeinsam den anstehenden Herausforderungen stellen.

Bauantrag noch dieses Jahr

Beim Bericht des Gebäudeausschusses ließ Wolfgang Ding durchblicken, dass er sich „alles ein bisschen einfacher“ vorgestellt habe „mit den ganzen Vorschriften und permanenten Kostensteigerungen“. Oberstes Ziel sei jedoch, nach dem Abriss des ehemaligen Konfirmandensaales den Bauantrag noch in diesem Jahr einzureichen. „Die Hauptarbeiten werden jetzt bald losgehen, und wir sind auch bereit, Einsparungen vorzunehmen, aber nur wenn es wirklich Sinn macht“, sagte er.

Pfarrer Bernd Kreissig schilderte seine ersten Eindrücke in der neuen Gemeinde: „Ich bin froh hier gelandet zu sein, denn Freundlichkeit und Herzlichkeit zeichnet diese Gemeinde aus.“ Wortmeldungen unter Verschiedenes brachte die Frage nach Besuchen des Pfarrers bei nicht mehr mobilen Gemeindemitgliedern auf. Pfarrer Kreissig signalisierte dazu grundsätzlich seine Bereitschaft.

Guten Zuspruch fand das anschließende Gemeinde-Mittagessen mit Pichelsteiner Eintopf. Hier konnten sich die Gäste für einen kleinen Beitrag an einem von ehrenamtlichen Helferinnen gedeckten Tisch verköstigen lassen konnte.

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