Edingen-Neckarhausen

Edingen Ökumenische Tanzania-Gruppe bietet Kränze und mehr an

Adventsschmuck hilft Schule

Der Rohbau der Labor- und Pflegeschule in Litembo ist fertiggestellt, jetzt geht es an den Innenausbau und die Einrichtung. Da kommt der Erlös des Adventsmarktes der ökumenischen Tanzania-Gruppe Edingen gerade richtig, wie die Initiatorin Elisabeth Höller wissen lässt. Seit vielen Jahren leistet die Gruppe Hilfe zur Selbsthilfe, die auch Geld kostet. Um die Kasse aufzustocken, werden Gruppenmitglieder und Unterstützer in der Vorweihnachtszeit gerne kreativ aktiv. Das Resultat der ehrenamtlichen Arbeit wird beim Adventsmarkt in der Alten Schule in Edingen präsentiert.

Wer sich und anderen eine Freude bereiten und zugleich Gutes tun will, der kann mit dem Kauf von Tür- und Zimmerkränzen sowie dekorativen, praktischen und fair gehandelten Dingen die Arbeit der Tanzania-Gruppe wirksam unterstützen. „Wir haben frisches Tannengrün aus Niederbayern beschafft“, bemerkt Elisabeth Höller beim Blick in den „grünen Bereich“. Neben ihr zählen Petra Madinger, Ulrike Schmidt, Annemarie Feuerstein, Margot Friedrich, Romy Hochlenert und Nicole Hertel zum Grün-Team. „Es ist schön, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird“, freut sich Elisabeth Höller über die Nachfrage, die sich bereits bei den Vorbestellungen gezeigt habe. Es bleiben aber noch genügend Adventskränze und Gestecke zur freien Auswahl.

Die Kranzgestalterinnen verarbeiten gerne passende Accessoires aus Küche, Garten und Wald als kreativen Zierrat. „Unsere Kundschaft schätzt diese naturnahe Form der Gestaltung“, weiß Ulrike Schmidt. Zu den kulinarischen Rennern beim Adventsmarkt zählen hausgemachte Marmelade „quer durch den Garten“, Fair-Trade-Schokolade in diversen Geschmacksrichtungen sowie Plätzchen aus dem eigenen Backofen, die Stück für Stück die Adventszeit versüßen. Selbstgebackenes gibt es auch in der Cafeteria. Kaffee ist ja nicht nur ein beliebtes Genussmittel, er kann in fair gehandelter Form die Existenz von Kleinbauern sichern. „Wenn wir für diesen qualitativ hochwertigen Kaffee mehr Abnehmer finden würden, wäre das eine gute Sache“, findet Elisabeth Höller.

Mit der finanziellen Unterstützung beim Bau der neuen Pflege- und Laborschule als moderner Ausbildungsstätte will die Gruppe ebenfalls Menschen in Lohn und Brot bringen und zugleich den Kranken wirksam helfen. „Es ist wichtig, die Leute vor Ort auszubilden, um ihnen Arbeitsmöglichkeiten im eigenen Land zu verschaffen“, glaubt Elisabeth Höller und fügt an: „Schulische und berufliche Bildung ist gerade auch in Afrika das wichtigste Kapital, das man jungen Leuten mit auf den Weg geben kann.“ fer

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