Edingen-Neckarhausen

Edingen Ferienspieler sind mit FDP der Natur auf der Spur / Einen Schluck aus dem Pumpwerk probiert

Alle Fragen rund ums Wasser geklärt

Archivartikel

Der Hauch von Freiheit und Abenteuer umwehte den Ferienspaß der Liberalen unter dem Motto: „Natur pur – mit der FDP durch Feld und Flur“. Bei herrlichem Wetter tuckerten zwei Traktor-Gespanne mit rund zwei Dutzend kleinen Passagieren und etlichem Begleitpersonal an Bord durch die Landschaft. Der Kreislauf des Wassers war dieses Mal Thema der Tour durch die Flur. Sie führte von der Kläranlage in Neckarhausen bis hin zum Pumpwerk zwei nahe Friedrichsfeld.

Heinrich Jung und Helmut Roth hatten die Fahrt buchstäblich ins Rollen gebracht. Die beiden Landwirte spannten jeweils einen geräumigen Anhänger hinter ihr PS-starkes Zugpferd. Ortsvereins-Vorsitzender Dietrich Herold begrüßte die muntere Schar, nachdem alle Bord geklettert waren. Unter den Teilnehmern befand sich mit Ferdinand König auch ein Stammgast, der bereits zum achten Mal dabei war.

„Hier müffelt es ziemlich“

Das Klärwerk des Abwasserzweckverbandes, dem neben Edingen-Neckarhausen auch Ilvesheim, Ladenburg, Schriesheim und Heddesheim angehören, war erstes Ziel. Dort nahm Martin Schöfer die Ausflügler in Empfang. Er führte die interessierten Gäste durch das weitläufige Areal und erläuterte die verschiedenen Reinigungsstufen – zunächst die mechanischen und dann die biologischen. Zu Beginn hieß es: Nase zu und durch. „Hier müffelt es ziemlich“, stellten die Teilnehmer angesichts der „trüben Brühe“ fest. Je mehr Becken das Wasser durchlaufen hatte, umso sauberer und geruchsfreier wurde es. „Kann man im darin jetzt auch schwimmen?“, wollte ein Kind wissen. „Nein, das ist kein Schwimm- oder Trinkwasser“, antwortete Martin Schöfer. „Aber es ist nach dem Reinigungsprozess so sauber, dass es in den Neckar geleitet und wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt wird.“

Nach etlichen weiteren Fragen und Antworten im Klärwerk tuckerte der Konvoi großteils über Feld- und Wirtschaftswege weiter zum Pumpwerk zwei und damit an die Quelle der Wasserversorgung. Dort erwartete Herbert Stein vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde die Ferienkinder und Betreuer. Er erläuterte die Förderkapazitäten sowie die Funktionsweise der Gemeindewasserversorgung und informierte über die Entstehung des Drucks in den Leitungen, was früher Aufgabe der Wassertürme gewesen sei. Zum Abschluss lud Stein die Kinder zu einer Runde Edinger Quellwasser ein. Wasser mit Geschmack, nämlich Apfelschorle samt Weck und Wurst gab es dann in der landwirtschaftlichen Maschinenhalle von Helmut Roth als der letzten Tour-Station. „Wir leisten gerne einen Beitrag zum kommunalen Ferienprogramm, solange es den Kindern und uns Spaß macht“, betonte Herold. fer

Zum Thema