Edingen-Neckarhausen

Neu-Edingen Szenemacher improvisieren mit Gästen um die Wette

Alter Bahnhof platzt aus allen Nähten

Archivartikel

Die in Edingen-Neckarhausen beheimatete Improtheater-Gruppe Szenemacher hat erneut zu ihrem Format „Mix’ n Match“ in den Alten Nordbahnhof in Neu-Edingen eingeladen. Und erneut sind Spieler zahlreicher befreundeter Improgruppen aus dem ganzen Südwesten diesem Aufruf gefolgt.

In den verschiedenen, an diesem Abend gespielten Impro-Games traten neben den Hausherren Spieler der Heidelberger Gruppen Haltlos, Kopfsalat und Improdictable, die Mannheimer Simultanten sowie Spieler aus Wiesbaden und Aschaffenburg an. Und dass sich die Comedy-Show nicht nur bei den Spielern der Szene großer Beliebtheit erfreut, wurde an diesem Abend mehr als deutlich. „Wir mussten tatsächlich erstmals Zuschauer wegschicken“, berichtet Caro, Szenemacher der ersten Stunde und an diesem Abend in der ungewohnten Rolle als Türsteher unterwegs, „es hätte wirklich niemand mehr reingepasst!“ Eine eigens aus Darmstadt angereiste Zuschauerin ergänzt: „Wir hatten aus Angst, vor ausverkauftem Haus zu stehen, zum Glück rechtzeitig reserviert.“

Unter der Moderation von Mira Strauss und Markus Rohr, beide hervorragend aufgelegt, wurden die Spieler zunächst gleichmäßig in zwei Teams aufgeteilt, um sich daraufhin wechselseitig in Pflicht- und Kür-Spielen herauszufordern. Dem Impro-Charakter entsprechend, entschieden Zurufe aus dem Publikum über die dabei umzusetzenden Themen. Mal galt es, beim Blind Date Bekanntschaft mit einem gleich mit mehreren widersprüchlichen Eigenschaften ausgestatteten Charakter zu machen, mal wurde sehr zur Freude der Zuschauer beim „Gebärden-Dolmetscher“ ein kurioser Ausflug mit dem Heißluftballon sehr bildhaft dargestellt. Zudem spielten die Akteure beim „Replay der Hohen Künste“ eine zunächst neutral gespielte Gefängnis-Szene anschließend in gereimter Form, dann getanzt sowie schlussendlich noch als Oper wiedergegeben.

Ein Highlight des Abends war das fantastisch von Denis, Holger und Julia gespielte „Dreier-Synchro“ („A spricht B spricht C“), bei dem jeder der Spieler seine Figur nur mimisch darstellt, während wiederum ein anderer die Stimme übernimmt.

Zum Abschluss standen dann alle zehn Spieler nochmals gemeinsam auf der Bühne um beim „Callback“ mit den im Verlauf der Show entstandenen Charakteren offen gebliebene Fragen (Unter anderem: Wie ging die Liebesgeschichte im Schlachthaus zu Ende? Was ist eigentlich das Besondere an einem Kevin Kuranyi-Waschbecken?) zu beantworten und den Abend Revue passieren zu lassen. Ein Sieger konnte an diesem Abend allerdings nicht gekürt werden, zur Freude und mit Zustimmung des Publikums endete das Match unentschieden.

Die Szenemacher laden im März noch zu zwei Shows ein: Am 16. stehen Sie mit „FREIGLEIS – K(l)eine Störungen im Betriebsablauf“ auf der Bühne. Am 30. laden sie letztmals zu Mix’ n Match in den Alten Nordbahnhof in Neu-Edingen ein. Danach steht ihnen diese urige Location leider nicht mehr länger zur Verfügung. red