Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Abschiedsabend setzt Schlusspunkt hinter Feierlichkeiten zum Partnerschaftsjubiläum

„Angenehmes Gefühl der Freundschaft“

Archivartikel

„Liebe Freunde, es war sehr gut, es war sehr schön, es war wunderbar.“ Plouguerneaus Bürgermeister Yannig Robin war voll des Lobes über die Festwoche in Edingen-Neckarhausen, die mit dem Abschiedsabend endete. Die 50-jährige Partnerschaft zwischen dem bretonischen Plouguerneau und Edingen-Neckarhausen hat ihr „goldenes Zeitalter“ erreicht und ist zugleich jung, dynamisch und innovativ geblieben.

„Es ist ein angenehmes Gefühl der Freundschaft, das wir erleben durften“, stellte Bürgermeister Simon Michler in seiner Ansprache fest. Diese intensive Verbundenheit sei auch bei der Festwoche im vergangenen Jahr in Plouguerneau zum Ausdruck gekommen. Der partnerschaftliche Gedanke werde von vielen weitergetragen und gelebt. Nicht nur bei offiziellen Anlässen wie diesen, auch beim Austausch während des Jahres gelte diese Botschaft.

Ehrung für „Urgesteine“

Die freundschaftliche Verbindung ist laut Michler in allen Altersklassen und in vielen Arbeitsbereichen angekommen. Auch auf Gemeinderatsebene werde man die Kontakte weiter vertiefen. Das Ortsoberhaupt dankte allen, die zum guten Gelingen der Festwoche beigetragen hatten. „Jetzt wartet noch eine kleine Überraschung auf zwei Urgesteine der Partnerschaft, die von Beginn an als treibende Kraft dabei waren.“ Mit diesen Worten ehrte der Rathaus-Chef Denis Quiviger und Georges Lindivat. „Auch die Zukunft wird spannend und interessant“, ist Plouguerneaus Bürgermeister Yannig Robin überzeugt. Beispielsweise wolle man gemeinsame Projekte im Hinblick auf den Klimawandel initiieren. Zur besseren sprachlichen Verständigung solle der Deutsch-Unterricht an den Schulen seiner Heimatregion gefördert werden.

Robin ging übrigens mit gutem Beispiel voran und hielt seine Ansprache großteils auf Deutsch. Ob es für ihn eine Lieblingsgeschichte innerhalb der Partnerschaft gebe, wurde er gefragt. „Das Beste ist, dass die Geschichte einfach weitergehen wird“, antwortete Robin unter großem Applaus. Man werde sich in Plouguerneau noch in diesem Jahr wiedertreffen, auch zur Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs, kündigte der Bretone an. „Der Beitrag, dass aus Erbfeinden Freunde geworden sind, ist das wertvollste an solchen partnerschaftlichen Verbindungen“, stellte ein Besucher in diesem Zusammenhang fest.

Die Vorsitzende der IG Partnerschaft, Barbara Rumer, dankte ebenfalls allen, die sich die Festwoche über engagiert haben. Sie lud die Freunde der Partnerschaft dazu ein, auch in den kommenden Jahren „Teil dieser harmonischen Fernbeziehung“ zu sein. „Viele von uns fühlen sich hier zu Hause, und von Ihnen haben viele in Plouguerneau eine zweite Heimat gefunden“ stellte der Vorsitzende des Comite de Jumelage Guillaume Appriou fest. Er würdigte die Aktivitäten insbesondere im Jugendbereich. „Die Jugend ist nicht nur die Zukunft unserer Partnerschaft, sie ist auch die Zukunft Europas“, schloss Appriou.

Für den IGP-Vorstand hatten die Bretonen eine Kiste vollbepackt mit Leckereien aus Plouguerneau mitgebracht – Liebe geht bekanntlich auch durch den Magen. Danach kamen Stephan Kraus-Vierling und seine Freunde musikalisch zum Zug. Im Anschluss wurde ein Ausschnitt aus einem Jugendfilm-Projekt gezeigt, das Jugendliche von der Festwoche gedreht hatten. Impressionen von diesem Ereignis hatte auch die Fotogruppe beigesteuert. Schlussendlich zog die bretonische Musikgruppe „Bagad Bro Ewen“ im Festzelt ein. Spontan formierten sich Festgäste zum bretonischen Reihentanz. Ein letztes „Au revoir“, bevor die Gäste dann die Heimreise antraten. „Ein tolles, fröhliches und harmonisches Fest, ich habe viele alte Freunde getroffen“, kommentierte Altgemeinderätin und Partnerschafts-Urgestein Heidi Gade die Festwoche.

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