Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Zusammenschluss der beiden Fußballvereine SpVgg und DJK beschlossen

Auch Fortuna gibt Segen für Fusion

Archivartikel

Der Verschmelzung zwischen der DJK Neckarhausen und der Sportvereinigung Fortuna Edingen steht nichts mehr im Wege. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Fortuna Edingen am Mittwoch haben von den anwesenden 37 stimmberechtigten Mitgliedern 34 mit Ja votiert, bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen. Einen Tag zuvor wurde bereits bei der DJK ein einstimmiges Votum zugunsten einer Fusion erzielt (wir berichteten). Der gemeinsame Nachfolgeverein soll als „DJK/Fortuna 1912/1910 Edingen-Neckarhausen“ ins Vereinsregister eingetragen werden.

Zu Beginn verlas Fortuna-Vorsitzender Udo Döbele Einzelheiten des Verschmelzungsvertrags, von dem auch Kopien für die Mitglieder auslagen. Die Fortuna sei der übertragende und die DJK der aufnehmende Verein. Diese Vorgehensweise habe vor allem steuerrechtliche Gründe, erklärte Döbele. Zur Sicherstellung einer angemessenen Vertretung im gemeinsamen Verein sei vereinbart worden, die Vorstandsposten paritätisch zu besetzen. Die Mitglieder der übertragenden Fortuna werden gleichberechtigte Mitglieder der aufnehmenden DJK sowie des Nachfolgevereins DJK/Fortuna 1912/1910 Edingen-Neckarhausen. Die Wahl des Vorstands erfolgt in der ersten Mitgliederversammlung des neuformierten Vereins.

Im Vorfeld der Abstimmung über die Verschmelzung warb der dritte Vorsitzende der Fortuna, Thomas Ritter-Neumann, in einer flammenden Rede für die Zustimmung. Heutzutage gebe es deutlich weniger ehrenamtlich Engagierte, im Gegenzug steige die Erwartungshaltung an die Vereine. Außerdem ist Ritter-Neumann zufolge auch die Konkurrenz unter den Fußball-Vereinen gewachsen, was die Suche nach Mitgliedern und Helfern erschwert: „Das bedeutet einen täglichen Kampf ums Überleben.“

Ein fusionierter und damit größerer Verein verfüge über mehr Gewicht in der Gemeinde. Zudem falle die Förderung des Nachwuchses mit vereinten Kräften leichter. Zudem habe man schon jetzt Probleme, alle Mannschaften personell zu besetzen, weshalb man auf Spielgemeinschaften angewiesen sei. „Der Name der Fortuna lebt bei einer Verschmelzung ja auch künftig fort, außerdem ist es dann ein Verein mit mehr Abteilungen und entsprechend attraktiver in der Außenwirkung“, erläuterte Ritter-Neumann und fügte an: „Das Gleiche unter dem Dach der Fortuna aufzubauen, dazu fehlen das Kapital, die Helfer und letztlich auch der Wille.“ Er sehe die Zukunft der Fortuna in einem gemeinsamen starken Verein zusammen mit der DJK am besten gewährleistet. Für das zukunftsweisende Plädoyer erhielt Thomas Ritter-Neumann viel Beifall.

Die Abstimmung über den Verschmelzungsvertrag erfolgte dann geheim. Als neutraler Beobachter verfolgte Gemeinderat Stephan Kraus-Vierling die Auszählung der Stimmen. Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses wurde die Verschmelzung schon einmal beklatscht. Notarin Melanie Spies protokollierte das Resultat. „Wir sind glücklich, dass es geklappt hat, wir haben ja bei unserer Abstimmung schon ein klares Zeichen für die Verschmelzung gesetzt“, bekannte der zweite Vorsitzende der DJK, Dominik Häfner, der als Gast an der Versammlung teilnahm. „Alles gut“, kommentierte der noch amtierende Fortuna-Chef Udo Döbele die Abstimmung und fügte an: „Wir konnten unsere Mitglieder auf dem Weg in die gemeinsame Zukunft mitnehmen und überzeugen.“

Zum Thema