Edingen-Neckarhausen

Edingen Evangelische Kirchengemeinde hat jetzt die Genehmigung / Kostenrahmen bleibt bei 1,8 Millionen Euro

Bau des Gemeindehauses ab Sommer

Der Neubau des evangelischen Gemeindezentrums in Edingen rückt ein Stück näher. Fast ein Jahr lang hat die Kirchengemeinde auf die Baugenehmigung aus dem Landratsamt gewartet, jetzt endlich liegt sie vor. Gleichwohl gerät der Zeitplan dadurch etwas aus den Fugen. „Im ersten Halbjahr 2021 geht es los“, verspricht Wolfgang Ding, der sich ehrenamtlich um das Projekt kümmert.

An den Grundzügen der Planung ändert sich laut Ding nichts. Für rund 1,8 Millionen Euro soll das Domizil im Kirchgarten entstehen. Damit diese Summe eingehalten wird, behält der Oberkirchenrat das letzte Wort. „80 Prozent der Arbeiten müssen ausgeschrieben sein“, erläutert Ding die Vorgehensweise. Wenn die Ergebnisse im Rahmen bleiben, erteilt die übergeordnete Behörde die Freigabe. Erst danach dürfen die Bagger rollen.

„Wir wollen im Sommer anfangen“, erklärt Ding: „Das ist unser Ziel.“ Auf etwas mehr als ein Jahr schätzt er die Bauzeit. Dann müsste das Gemeindehaus also bis Herbst 2022 bezugsfertig sein. „Wir haben auch durch Corona Zeit verloren“, erläutert er. Allerdings war auch die Baugenehmigung nicht so schnell zu bekommen. Im Januar habe man den Antrag eingereicht, erst im Mai habe die Behörde dann die Vollständigkeit der Unterlagen bestätigt. Bis zur Genehmigung verging dann noch einmal fast ein halbes Jahr.

Ensemble aus drei Pavillons

Und so soll das Gemeindehaus aussehen: flach, dreigeteilt und in den Garten hinter der evangelischen Kirche eingebettet. Die Heidelberger Architekten Kessler De Jonge haben mit ihrem Entwurf die Jury mit ihren Entwurf am meisten überzeugt. „Der Neubau des Gemeindehauses mit Pfarramt ist als eine lockere Anordnung lose über das Foyer miteinander verbundener Pavillons konzipiert“, schreibt Wolfgang Kessler zur Erläuterung. Die vorhandene Sandsteinmauer zwischen St.-Martin-Straße und Kirchgarten bleibt erhalten und dient als „Leitlinie“, wie der Architekt weiter erläutert. Durch die Anordnung der Pavillons werde diese aufgegriffen und gestärkt. Kirchgarten und Gemeindehaus würden auf diese Weise miteinander verbunden.

Der größte der drei Pavillons beherbergt den in der Ausschreibung geforderten großen Saal. Im zweiten Pavillon finden Pfarramt und Küchenblock Platz, im dritten sind Jugendraum und Sanitärblock zu finden. „Diese Anordnung ermöglicht es, Jugendraum und Pfarramt durch eine Abtrennung des Foyers separat zu nutzen, ohne das gesamte Gemeindehaus öffnen zu müssen“, beschreibt der Planer sein dahinter stehendes Konzept.

Begrünter Außenbereich

Erschlossen wird das Gemeindehaus von Nordwesten über einen großzügigen Windfang. Wer hier das Gebäude betritt, blickt durch die Fenster am anderen Ende des Foyers auf den begrünten Außenbereich. Ein weiterer Eingang befindet sich auf der Seite der St.-Martin-Straße und führt vom Parkplatz direkt ins Pfarramt.

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