Edingen-Neckarhausen

Edingen Maibaumaufstellung auf dem Messplatz

Beim zweiten Schlag aufs Fass fließt das Freibier

Archivartikel

„Heute feiern wir endlich den Frühlingsanfang“, begrüßt Bürgermeister Simon Michler die Gäste beim Maibaumhock. Auf dem Edinger Messplatz haben sich zahlreiche Bürger eingefunden, um den ersten Mai zu feiern. Dieses Jahr spielt zum Glück auch das Wetter mit. Draußen, an den mit gelben Tulpen geschmückten Tischen, schmeckt das Essen nämlich noch besser als im Schützenhaus – vor allem, wenn die Sonne ab und an mal hinter den Wolken hervorschaut.

Neben der Karnevalsgesellschaft Edinger Kälble, dem Turnverein, dem Café Bistro El El und dem Bund der Selbstständigen, sorgt an diesem Maifeiertag auch die Schützengesellschaft „Tell“ dafür, dass es den Gästen an nichts fehlt. Kurz vor dem Aufstellen des Maibaums ist auch schon die 20-Kilometer-Radgruppe am Messplatz eingetroffen. „Wir sind von der Turnhalle aus über Seckenheim, den Rheinauer Wald und Friedrichsfeld gefahren“, berichtet Marko Koch vom Turnverein. Insgesamt haben sich an diesem Feiertag 60 Personen um zehn Uhr morgens auf ihre Räder geschwungen. Neben dieser kleinen Tour findet außerdem eine 40-Kilometer-Fahrt Richtung Hockenheim und eine Renntour über den Odenwälder „Apfelblütenweg“ statt. Diese beiden Gruppen sind aber bei der Aufstellung des Maibaums noch unterwegs.

Auch für Klaus Schäfer vom Bund der Selbstständigen ist der 1. Mai ein symbolischer Tag. Die Tradition, die bei den Germanen ihren Anfang hatte, stehe für ihn für eine gemeinsame Aktivität der Handwerker und Selbstständigen einer Gemeinde. Um das nochmals auszudrücken, zitiert er eine arabische Weisheit: „Wer alleine arbeitet, addiert, und wer zusammen arbeitet, multipliziert.“

Bevor der Maibaum – dieses Jahr eine Birke – von Georg Schneider und Stefan Bordne hoch über dem Platz aufgehängt wird, zieht Bürgermeister Michler seine Schürze zum Fassbieranstich an. Nachdem er zweimal kräftig zugeschlagen hat, zischt das Fass und das Freibier fließt.

Einige Minuten später ist dann auch der Baum aufgestellt. „Schee habt ihr das gemacht“, freut sich eine Edinger Bürgerin. Trotzdem sei er froh, dass er jetzt wieder festen Boden unter den Füßen habe, scherzt Schneider.