Edingen-Neckarhausen

Edingen-Neckarhausen Neue Initiative „Wir wollen wohnen“ gegründet / Mehr als 300 Unterstützer

Bürger kämpfen für Baugebiete

Archivartikel

In Edingen-Neckarhausen hat sich jetzt eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Wir wollen wohnen“ gegründet. Mehr als 300 Einwohner unterstützen die Initiative nach deren Angaben durch eine Unterschrift. „Wir sind stolz, dass wir innerhalb von nur acht Tagen die für eine Veröffentlichung im Amtlichen Mitteilungsblatt der Gemeinde Edingen-Neckarhausen notwendige Anzahl an Unterschriften erreichen konnten und unsere Erwartungen weit übertroffen wurden“, schreiben Friedrich Horch und Gerhard Au, zwei der Initiatoren.

Die Diskussionen über neue Baugebiete in der Gemeinde gehen auch nach dem Bürgerbegehren gegen den Bebauungsplan für das Mittelgewann in Edingen weiter. „Im Gemeinderat besteht nach wie vor keine einheitliche Meinung darüber, wie sich Edingen-Neckarhausen zukünftig entwickeln soll und wo sich die jüngeren Generationen in 20 oder gar 50 Jahren wiederfinden sollen“, schreibt die Initiative.

61 Eingaben aus der Gemeinde

Unterdessen geht beim Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim die Auswertung der Stellungnahmen zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans weiter. Rund ein Drittel der insgesamt 172 von Bürgern eingereichten Schreiben stammen aus Edingen-Neckarhausen, wie Geschäftsführer Martin Müller am Donnerstag auf Anfrage erklärte. Die 61 Eingaben aus der Gemeinde seien von insgesamt 235 Personen unterzeichnet. 141 davon standen laut Müller auf einer Unterschriftenliste. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, sagte er weiter. In Kürze solle die Auswertung auch veröffentlicht werden.

Das große Interesse an dieser Bürgerbeteiligung zum Flächennutzungsplan zeige, wie wichtig den Bürgern dieses Thema sei, schreibt die neue Initiative. Bislang habe sich überwiegend die „Bürgerinitiative Mittelgewann“ Gehör verschafft. Dies erscheine mittlerweile vielen Bewohnern der Doppelgemeinde zu einseitig und kurzfristig gedacht, heißt es weiter.

„Unser Ziel ist, die Zukunft unserer Gemeinde aus einer gesunden Mischung von sozialem, familienorientierten und umweltbewussten Wohnungsbau, wirtschaftlicher Sicherheit, ökologischer Verträglichkeit und der Wohnbedürfnisse unserer Nachfolgegenerationen zu sichern“, schreiben Au und Horch. In den nächsten Wochen sollen weitere Treffen folgen, das nächste voraussichtlich am 10. April. hje/red